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Neuss: Stadt kündigt Vertrag für Kurdenfestival

Neuss : Stadt kündigt Vertrag für Kurdenfestival

Das für den 10. September geplante Europäische Kurdenkulturfestival auf der Neusser Galopprennbahn wird abgesagt. Peter Rebig, Geschäftsführer von Neuss-Marketing und für die Vermarktung der Rennbahn zuständig, zog die Zusage zurück, das Gelände für die Großveranstaltung mit bis zu 30.000 Teilnehmern zur Verfügung zu stellen.

Eine entsprechende Kündigung wurde noch gestern an die Föderation kurdischer Vereine in Deutschland (Yek-Kom) als Veranstalter abgeschickt.

Die Verhandlungen mit Yek-Kom hatten im April begonnen und mit Vertragsabschluss im Juni vorerst geendet. Allerdings stand der Vertrag unter dem Vorbehalt, dass Yek-Kom die für eine Genehmigung erforderlichen Unterlagen beibringt. Neben einem Verkehrsgutachten gehört dazu auch ein Sicherheitskonzept mit Aussagen zum Brandschutz und zu Evakuierungsmöglichkeiten.

Um alle Unterlagen ordnungsgemäß prüfen zu können, so die Stadtverwaltung, wurde dem Verein eine Frist bis zum 11. Juli eingeräumt. Auf Wunsch von Yek-Kom sei diese bis zum 27. Juli verlängert worden, doch am Mittwoch, so Rebig, hätten die Veranstalter wieder nichts vorzuweisen gehabt. Weil man im Rathaus ausschließt, dass das Verfahren noch rechtzeitig zu einem Abschluss gebracht werden kann, wurde die Kündigung ausgesprochen, obwohl der Verein gestern schriftlich um weiteren Aufschub bis kommenden Freitag gebeten hatte.

Yüksel Koc, erster Vorsitzender von Yek-Kom, wirbt um Nachsicht. Selbst Experten könnten die vielen Vorgaben nicht verstehen. Für den Ziel eines interkulturellen Austausches sollten die Neusser das etwas lockerer sehen. Die Absage will der Verein juristisch prüfen, hofft aber noch auf eine Einigung mit Neuss.

(NGZ)