Neuss: Stadt ist trotz Sparwillen erneut im Minus

Neuss : Stadt ist trotz Sparwillen erneut im Minus

Die Stadt hat ihren Jahresabschluss für 2012 vorgelegt – und geht für das vergangene Jahr von einem Defizit in Höhe von 17 Millionen Euro aus. Die Stadt kann die Summe noch aus Rücklagen decken, künftig muss sie jedoch kräftiger sparen, weil diese aufgebraucht sind.

Ihre Einspar-Bemühungen werden Politik und Verwaltung künftig wohl noch weiter verstärken müssen. Denn wie jetzt im Finanzausschuss klarwurde, steuert die Stadtkasse in diesem Jahr erneut auf ein Defizit zu. Kämmerer Frank Gensler nannte einen Fehlbetrag in Höhe von zwei Millionen Euro für 2013. Das geht aus dem Quartalsbericht für die ersten vier Monate dieses Jahres hervor, die der Erste Beigeordnete gestern vorlegte.

Gensler prognostiziert eine Verringerung der Einkommenssteuer um 800 000 Euro. Hinzu kommen Verzögerungen bei Verkaufserlösen im Allerheiliger Baugebiet B-Süd. "Das Geld wird kommen, jedoch nicht mehr dieses Jahr in den Haushalt einfließen können", erläuterte Gensler. Er rechne dennoch damit, dass der Haushaltsansatz in diesem Jahr erfüllt werden könne, sagte Gensler optimistisch. Gleichzeitig dämpfte er zu hohe Erwartungen. Vor allem bei der Gewerbesteuer sei fraglich, ob das angesetzte Ziel – Einnahmen in Höhe von rund 150 Millionen Euro – tatsächlich zu erwirtschaften sind. "Die Wirtschaftskrise ist längst nicht überwunden", sagte Gensler. "Das haben wir auch im Vorjahr schon zu spüren bekommen." Allerdings gebe es keinen Grund, nun "in Panik zu verfallen", sagte der Kämmerer und verwies auf das Haushaltskonsolidierungskonzept. Damit sei die Stadt gut gerüstet, ihre Kassenlage langfristig zu verbessern. "Wir sind auf dem richtigen Weg", meinte Gensler.

(NGZ)
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