Stadt erwägt Bau einer zweiten  Rampe für Pierburg-Brücke im Hafen Neuss

Immer Ärger mit dem Aufzug : Stadt Neuss erwägt zweite Rampe für Pierburg-Brücke

Der Bürgermeister reagiert auf die ständige Beschädigung des Brückenaufzuges. Die CDU fordert mehr Videoeinsatz zur Überwachung.

Der Bebauungsplan für das Werhahn-Gelände an Rheintorstraße und Düsseldorfer Straße wird beklagt und ist deshalb noch nicht rechtskräftig. Das blockiert nicht nur das Hotelprojekt in den Gebäuden der ehemaligen Lagerhaus AG, sondern auch eine dauerhaft barrierefreie Lösung für die Pierburg-Brücke über das Hafenbecken I. „Das Henkelmännchen“, wie Bürgermeister Reiner Breuer die Brücke wegen ihrer Bogenkonstruktion nennt, die ihm jetzt Vorwürfe von der CDU einbringt.

Die Brücke gebe immer wieder Anlass zur Sorge, sagt der Stadtverordnete Jörg Geerlings. „Die Wege und Plätze sind stark vermüllt, und der Aufzug ist öfter defekt, als dass er funktioniert.“ Er wünsche sich, dass Brücke und Park sauber und intakt sind und fordert Breuer auf zu erklären, „warum er noch immer nichts erreicht hat“.

Vier Jahre nach Eröffnung der Brücke und dem durch sie erschlossenen Insel- und Uferpark stellen sich auch andere diese Fragen. Arthur Ruprecht, sachkundiger Bürger der AfD, etwa beklagt, dass dieser Park von der Collingstraße aus nicht barrierefrei zu erreichen ist.

Barrierefrei, erklärt Breuer, sei der Park über die Industriestraße erschlossen. Vorausgesetzt der Aufzug laufe nicht störungsfrei, sei eine vollständige Barrierefreiheit der Brücke nur zu erreichen, wenn auch auf ihrer Stadtseite eine Rampe angebaut wird. Das aber könne nicht geschehen, solange der Bebauungsplan für das Werhahn-Areal nicht rechtskräftig ist, denn dieses würde die Rampe tangieren.

So lange möchte Geerlings nicht warten. „Schon vor einem Jahr hat SPD-Bürgermeister Breuer angekündigt, den Aufzug zu reparieren und mit Kameras zu überwachen. Zuletzt hat er erklärt, der Aufzug werde Mitte März wieder in Betrieb gehen. Nun ist der Mai fast vorbei und geschehen ist noch nichts“, stellt Geerlings fest. Er setzt auf Reparatur und  stärkere Kontrolle: „Videoüberwachung ist so wirkungsvoll, dass andere Lösungsansätze unnötig werden. Wir sollten diese Chance schnellstens nutzen.“

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