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Neuss: Stadt ehrt ihren Eishockey-Helden

Neuss : Stadt ehrt ihren Eishockey-Helden

Danny aus den Birken trägt sich am Dienstag ins Goldene Buch der Stadt ein.

Einer der größten deutschen Erfolge bei den vergangenen Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyenongchang war der Gewinn der Silbermedaille im Eishockey der Herren. In einem spannenden Finale kämpfte die Nationalmannschaft gegen die olympischen Athleten aus Russland um den Sieg. Schlussendlich musste sich das deutsche Team geschlagen geben, errang mit dem zweiten Platz trotzdem den bisher größten Erfolg für Deutschland im Eishockey.

Maßgeblichen Anteil an dieser Leistung hatte der in Neuss aufgewachsene Torhüter Danny aus den Birken. Bürgermeister Reiner Breuer hat dem 33-Jährigen zu dessen Erfolg bereits gratuliert und ihn eingeladen, sich in das Goldene Buch seiner Heimatstadt einzutragen. Nach den Play-offs, die aus den Birken für seinen Verein EHC Red Bull München in den vergangenen Wochen zu bestreiten hatte und dann auch zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister wurde, wird sich der gebürtige Neusser nun am Dienstag in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

Bei einem kleinen Empfang wird Danny aus den Birken mit einigen Familienmitgliedern auch auf alte Weggefährten aus Neusser Eishockey-Zeiten treffen. Einer davon wird sein erster Trainer Karsten Kremser sein. "Dass er einmal eine solche Karriere machen würde, war bei den Bambini natürlich noch nicht absehbar. Aber er war damals schon sehr zielstrebig und wusste immer, was er wollte. Bei mir wollte er immer nur ins Tor", erinnert sich der 73-Jährige an die Anfänge des Goalies. Der Trainer ist selbst auch ein bisschen stolz, dass ein ehemaliger Schützling von ihm es so weit gebracht hat: "Ich habe wirklich nicht viel dazu beigetragen, dass er so gut wurde. Aber ich habe sicherlich einen Anteil daran, dass er im Kindesalter die Freude am Eishockey behalten und den Weg in unserem Sport weitergegangen ist - auch wenn ich früher nicht immer freundlich war." Der Ton des Trainers konnte auch einmal rauer werden, denn er sah sich bei den Bambini für das Sozialverhalten verantwortlich: "Eishockey ist ein Mannschaftssport. Die Jungs sollten sich untereinander gut verstehen und wenn einer schon etwas weiter als ein anderer war, sollte er immer dem Schwächeren helfen."

Ob Danny aus den Birken seinen alten Coach nach all den Jahren denn auch wiedererkennen wird? "Davon gehe ich aus. Die Jungs sind ja alle ziemliche Schränke geworden, ich habe mich aber nicht sonderlich verändert", sagt Kremser.

(NGZ)