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Neuss: Stadt braucht ein Profil

Neuss : Stadt braucht ein Profil

Neuss Drei Experten in Sachen Stadtmarketing stimmten die Gäste beim "NGZ-Forum" ein: Jens Imrode, Geschäftsführer des Landesbüros Stadtmarketing NRW, Volker Hillebrand, Geschäftsführer Stadtmarketing Hilden, und Ludger Dieckhues, Geschäftsführer Stadtmarketing Bocholt. Für Imrode sind die "großflächigen Shoppingcenter in der Innenstadt das Problem für den Einzelhandel".

Hinzu komme, dass auf der einen Seite die Verkaufsflächen in den vergangenen 15 Jahren stark zugenommen haben, der Umsatz sich jedoch nach unten entwickelt habe. Er empfiehlt den Entscheidern, ihre Städte zur "Marke" zu entwickeln, ihr ein unverwechselbares Profil zu verschaffen.

So lasse sich ein dauerhaftes Image schaffen. "Aber das benötigt Zeit". Imrode warnte zugleich: "Die Zeiten, in denen Private Geld fürs Marketing gaben und der Stadtrat entscheidet, wohin es fließt - das funktioniert nicht mehr."

Der gebürtige Neusser Volker Hillebrand sorgte mit seiner Aussage für Erstaunen, dass die Stadt Hilden in diesem Jahr ihre Weihnachtsbeleuchtung selbst kauft - aus eigenen Mitteln. Dem setzte der Bocholter Dieckhues noch eins drauf: Dort wurde der Weihnachtsmarkt abgeschafft und statt dessen die Weihnachtsbeleuchtung aufgewertet.

In Bocholt setze man, so sagte der Marketing-Experte, stark auf einheitliche Öffnungszeiten der Geschäfte -was auch City-Treff-Vorsitzender Thomas Toll für Neuss fordert - und auf besondere Veranstaltungen aus den verschiedensten Bereichen. So seien bereits Santana und Bryan Adams in der 77 000 Einwohner großen Stadt im Fußball-Stadion aufgetreten. Zu den Kaufleuten: "Wenn auf Neuss der Slogan zutrifft, ,am Niederrhein ganz vorn', dann haben Sie viel erreicht."
(schum)

(NGZ)