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Neuss: Sprungturm nach Badeunfall wieder offen

Neuss : Sprungturm nach Badeunfall wieder offen

Nach dem Badeunfall im Sprungbecken des Südbades sieht die Stadtwerketochter "Neusser Eissporthallen und Bäder GmbH" (NBE) keine Veranlassung, neu über die Sicherheitsvorkehrungen am Sprungturm nachenken zu müssen. "Es liegen keine Erkenntnisse darüber vor, dass der Unfall mit dem Turm zusammenhängt", erklärt Stadtwerkesprecher Jürgen Scheer. Nach Gesprächen der Bäderleitung mit Angehörigen des Unfallopfers ist die NBE-Geschäftsführung aber erleichtert, dass der Unfall ohne gravierende Folgen für die 17-Jährige bleiben wird.

Die junge Neusserin hatte am Dienstag mit einem Freund das Südbad besucht. Bei einem Sprung vom Zehn-Meter-Turm war sie mit dem Rücken aufgekommen. Sie klagte danach gegenüber der Beckenaufsicht über Schmerzen und sollte zum Schwimmmeisterzimmer gebracht werden, wo sich eine Liege befindet. Doch auf dem Weg dorthin sackte sie zusammen. Weil der hinzugerufene Notarzt eine Wirbelsäulenverletzung nicht ausschließen konnte, wurde sie vorsichtshalber mit einem Rettungshubschrauber in die Düsseldorfer Uniklinik gebracht. Doch zumindest diese Sorge erwies sich als unbegründet. "Der jungen Frau geht es den Umständen entsprechend gut", sagte Scheer, sie sei aber noch zur Beobachtung im Krankenhaus.

Die Polizei schließt Fremdverschulden als Ursache des Unfalls aus. NBE-Geschäftsführer Matthias Braun hatte schon unmittelbar nach dem Unfall darauf hingewiesen, dass der Sprungturm nur benutzt werden darf, wenn ein Schwimmmeister Aufsicht führt. Am Dienstag waren es sogar zwei. Sie überwachen, dass immer nur ein Schwimmer auf den Turm aufsteigt — und das auch erst, wenn der Springer vor ihm das Tauchbecken schon geräumt hat. Und Braun betonte, dass das Bäderpersonal auch für das Verhalten bei etwaigen Badeunfällen geschult wird.

Problematischer als die Sprungtürme im Süd- beziehungsweise im Nordbad sind nach Brauns Kenntnis eher die in vielen Freizeitbädern anzutreffenden Rutschen. Es gebe Spaßbäder, so Braun, wo der Notarzt wegen Rutschunfällen mit einer gewissen Regelmäßigkeit bemüht werden muss. Bei der NBE habe man es mit Ampelsteuerung und Videoüberwachung der besonders lang gestalteten Auslaufzone geschafft, dass es dort noch zu keinen schweren Unfällen gekommen ist.

(NGZ)