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Neuss: Sportpark-Übernahme zum 1. August ist perfekt

Neuss : Sportpark-Übernahme zum 1. August ist perfekt

Die Sportvereinigung (SVG) Weißenberg wird als zweiter Verein in der Stadt ihre Sportanlage selbstständig führen. Die Übernahme erfolgt vier Wochen später als geplant. 40 000 Euro sollen gespart werden.

Ursprünglich sollte die SVG Weißenberg schon ab 1. Juli den Hubert-Schäfer-Sportpark in der Neusser Nordstadt in Eigenregie führen. Doch die Übernahme verzögert sich um vier Wochen, so dass der Vertrag zwischen der Stadt und dem Sportverein nun zum 1. August wirksam wird. Die Gründe dafür nennt Hans-Josef Holtappels, der Vorsitzende des Vereins: "Das Vorhaben wurde von Verwaltungsseite aus aufgeschoben, da es Unklarheiten zu beseitigen galt."

Für die Stadt soll sich die Übergabe und die Aufgabenteilung finanziell lohnen. Sie will jedes Jahr rund 40 000 Euro sparen und so die Stadtkasse entlasten. Zu diesem Betrag kamen Experten, nachdem sie die Kosten der letzten drei Jahre mit einander verglichen hatten. Weiterhin wird die SVG finanziell von der Stadt unterstützt. Die Vereinsmitglieder müssen keine Erhöhung der Beiträge befürchten. Als Vorreiter des Modells Eigenregie gilt die Sportgemeinschaft (SG) Erfttal, die sich so die Möglichkeit schuf, die drohende Schließung ihrer Sportanlage abzuwenden.

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Der Vertrag legt fest, dass der übernehmende Verein alleine für die Instandhaltung und Reinigung der Anlage verantwortlich ist. Auch anfallende Reaparaturen an der Außenanlage, die in Weißenberg aus einem Kunst- und einem Naturrasenplatz sowie einem großen und einem kleinen Ascheplatz besteht, gehören von jetzt an zur Aufgabe der Sportvereinigung. Die auf der Anlage stehenden Gebäude werden weiterhin in der Hand des städtischen Gebäudemanagments bleiben.

Dazu zählt das neue Vereinsheim mit den Umkleideräumen. Sie werden von SVG-Sportlern genutzt. Dort auftretende Reparaturen oder Schäden werden vonseiten Stadt behoben und bezahlt. Das ehemalige Vereinsheim ist nicht Bestandteil des Vertrages. Es bleibt im Eigentum und Verwaltung der Stadt Neuss.

Beide Seiten wollen von der Aufgabenteilung profitieren. Der Verein wird einen Platzwart einstellen, der sich neben der Pflege der Bezirkssportanlage auch um Öffnung und Schließung der Tore zur Anlage kümmern wird.

Für die Bewohner der Nordstadt hat das zur Konsequenz, dass sie ihre Sportanlage nur noch zu den Vereinszeiten besuchen dürfen. "Nach vorheriger Absprache kann die Anlage auch zu anderen Zeiten genutzt werden, sofern sich ein SVG-Verantwortlicher auf der Anlage befindet", sagt Holtappels. Schulen haben weiterhin die Möglichkeit, den Hubert-Schäfer-Sportpark nach Absprache zu nutzen.

Der Vertrag läuft bis Ende 2015 und wird nach einer erfolgreichen Testzeit von 18 Monaten automatisch um ein weiteres Jahr verlängert. Es ist das Ziel des Vereins, die Anlage auch in Zukunft in einem gepflegten Zustand zu erhalten. Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt, ob ein Reinigungsunternehmen oder eine Privatperson mit der Reinigung des Vereinsheimes und der Umkleidekabinen beauftragt wird.

Auch für den SV Uedesheim ist dieses Model der Übernahme der Anlage eine Option. Die Uedesheimer finanzieren derzeit aber einen neuen Kunstrasenplatz mit und wollen sich erst später mit der Frage einer Übernahme beschäftigen.

(NGZ)