Serie - An der Außenlinie: Sportfreunde treffen sich immer wieder sonntags

Serie - An der Außenlinie: Sportfreunde treffen sich immer wieder sonntags

Bis zu 100 Zuschauer kommen zu den Spielen im neuen Sportpark Vorst. Nicht nur das Geschehen auf dem Platz wird dann diskutiert.

Vorst Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und das Thermometer zeigt mehr als zehn Grad - beste Bedingungen für den ersten Heimspieltag der Rückrunde bei den Sportfreunden Vorst. Engelbert Jäger, Holger Jerzy und Michael Ahlert treffen sich dort wie üblich am Sonntagnachmittag - allerdings nicht mehr am Rand der berühmten Vorster Asche, sondern auf der Tribüne des neuen Sportparks Vorst. Positiv gestimmt, aber auch kritisch diskutieren sie über die Geschehnisse auf dem Kunstrasen. "Es ist eine gute und erfahrene Mannschaft, aber die Abgebrühtheit fehlt", sagt Michael Ahlert. Noch hält sich der Ärger bei den Fans darüber in Grenzen. "Aber mit dem neuen Platz steigen auch irgendwann die Erwartungen", meint Holger Jerzy.

Wenn die drei Männer nicht gerade über den Fußball auf dem Platz sinnieren, diskutieren sie so manche mögliche Aktionen zur Belebung der neuen Sportanlage. "Wenn man hier so steht, kommt man ja auf viele Ideen. Zuletzt haben wir über ein Bobbycar-Rennen für Kinder gesprochen", erzählt Engelbert Jäger. Der Inhaber einer Fahrschule ist vor zehn Jahren nach Vorst gezogen und kommt seitdem regelmäßig zu den Heimspielen der Sportfreunde. "Die Gemeinschaft hier gefällt mir. Es ist alles sehr familiär", sagt der 60-Jährige. Dann gehört es sich auch, am Gewinnspiel der Zweiten Mannschaft teilzunehmen. Matthias Post und Rene Vollmer verlosen für zwei Euro Spielkarten. "Auf einem Glücksrad ist dann das komplette Kartenspiel abgebildet, und der Inhaber der Karte, die dort gewinnt, bekommt einen Preis", erklärt Matthias Post. Mit dem Erlös daraus bezahlen die Kicker die Dame, die ihre Trikots wäscht.

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Zu den Heimspielen der Vorster kommen regelmäßig zwischen 60 und 100 Zuschauer. Während draußen das Spiel der Ersten Mannschaft läuft, schauen heute im Sportlerheim einige junge Vereinsmitglieder aber lieber das Spiel von Borussia Mönchengladbach auf "Sky". Um die Bewirtung kümmert sich die gesamte Familie Vogt. Während des Spiels steht Familienoberhaupt Hans Vogt aber auch auf der Tribüne. Der 76-Jährige erlebte die erfolgreichste Zeit des Vereins als Aktiver mit und erarbeitete sich damals einen gewissen Legendenstatus. Ständig mit dem Schiedsrichter im Clinch wurde der frühere Torwart gleich zweimal für eine ganze Saison gesperrt.

Zum Pausenpfiff wird es im Sportlerheim dann schlagartig voll. An der Theke reicht Jutta Vogt neues Bier, Schwiegertochter Susanne Vogt serviert zum Becher Kaffee selbstgebackenen Kuchen. Dann geht es wieder raus zum Platz. Die Fans sehen überlegene Vorster, aber keine Tore mehr: Das frühe 1:0 für den Gast vom VdS Nievenheim III war der entscheidende Treffer.

(stef)
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