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Sportausschuss der Stadt Neuss erhöht Ausgaben um 6,3 Millionen Euro

Investitionen in Neuss : Sportausschuss ohne Sparwillen

Die Politik erhöht die Ausgabenseite im Sportetat noch einmal um 6,3 Millionen Euro. 1,8 Millionen davon entfallen allerdings auf einen Vorratsbeschluss zur Ringerhalle. Denn noch hofft die Stadt auf finanzielle Hilfe vom Land.

Kämmerer Frank Gensler würde gerne wissen, wie er denn eigentlich aussieht, dieser Sparwille der Politik. „In Neuss habe ich ihn noch nie gesehen“, sagt der Erste Beigeordnete. Vorerst bleibt das auch so. Denn im Sportausschuss, der als erstes Gremium seinen Teil-Etat diskutierte, wurde statt der mehrfach betonten Haushaltskonsolidierung tüchtig drauf gesattelt. Am Ende standen noch einmal 6,3 Millionen Euro mehr auf der Ausgabenseite, als im ohnehin defizitären Haushaltsentwurf festgehalten.

1,8 Million Euro davon kamen über eine Art Vorratsbeschluss in den Etat. Sie sollen sicherstellen, dass die Ringerhalle am Nordbad auch dann saniert werden kann, wenn der Zuschuss aus dem Landesfonds „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ ausbleibt. Im laufenden Jahr war Neuss mit seinem Förderantrag nicht zum Zuge gekommen, weil dem Land mehr Anträge vorlagen als Geld zu verteilen war. Der Neusser Wunsch blieb zwar beim Land auf Wiedervorlage, doch eine Garantie dafür, dass er 2022 berücksichtigt wird, ist das nicht.

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Weil für dieses Zuschussprogramm keine neuen Anträge mehr berücksichtigt werden können, geht der Stadt ein siebenstelliger Betrag verloren, der für die Modernisierung des TG-Sportzentrums an der Schorlemer Straße fest eingeplant worden waren. Der Rat beschloss im September, auch einen höheren Eigenanteil zu tragen. Konsequenz: In den schon im September fertig gestellten Etatentwurf müssen 4,318 Millionen Euro nachgetragen werden.

Noch einmal spendabel zeigte sich die Stadt gegenüber dem TSV Norf. Sie bewilligt einen Investitionszuschuss in Höhe von 210.000 Euro, damit auf dem Vereinsgelände eine auch im Winter nutzbare Freilufthalle gebaut werden kann. Noch einmal 150.000 Euro steuert das Land über das Projekt „Moderne Sportstätten 2022“ zu.

Geld bekommt auch die DJK Germania Hoisten, die zum Jahreswechsel das Sportlerheim auf der Bezirkssportanlage an der Welderstraße in Eigenregie übernommen hat. Sie erhält auf Antrag der CDU-Fraktion einen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro zum Bau einer Fluchttreppe.

Überzeugt davon, dass es nach wie vor einen Sanierungsstau gibt, verlängerten „Rot-Grün plus“ und CDU zudem die Auszahlung einer Investitionspauschale in Höhe einer halben Million bis ins Jahr 2025.