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Neuss: Spielplatz für neue Musik

Neuss : Spielplatz für neue Musik

Die Sängerin und Songwriterin Christina Lux stellt ihr neues Album "Playground" in Neuss vor. Das jährliche Konzert der 46-Jährigen im Haus der Jugend hat schon ein gute Tradition.

Die Songpoetin Christina Lux (46) macht wieder einmal in Neuss Station. In einem intimen Solokonzert präsentiert sie ihre neue CD "Playground", die offiziell erst Ende Januar erscheint.

Es ist ja schon fast Tradition, dass Sie einmal im Jahr nach Neuss kommen. Aber diesmal haben Sie eine neue Studio-CD im Gepäck …

Christina Lux So ist es. Die neue CD "Playground", die gerade fertig geworden ist und offiziell Ende Januar erscheinen wird.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem Gitarristen und Perkussionisten Reentko Dirks?

Lux Nachdem ich eine ganze Weile gesucht hatte, dachte ich schon fast, es sei verhext. Da erzählte mir eine liebe Kollegin von Reentko. Wir haben uns dann einfach kurzgeschlossen und uns getroffen. Von Anfang an war da so ein Gefühl von: "Ja, das passt gut. Jetzt machen wir die CD!"

Waren die Songs vorher schon geschrieben?

Lux Nein, keineswegs. In dem Moment, in dem die Inspiration da war, habe ich ganz viele neue Stücke geschrieben. Sie sind nur so aus mir herausgepurzelt. Neue sind gekommen und — wie das so ist — sind ein paar von den alten Songs einfach weitergezogen.

Wie ich Sie kenne, gibt es wieder viele Geschichten hinter den einzelnen Stücken …

Lux Ja. Der Titelsong "Playground" zum Beispiel berührt einen neuen Abschnitt in meinem Leben. Meine Tochter ist zum Studieren aus dem Haus gegangen. Irgendwann saß ich mit einem Freund zusammen und sagte: "Ja, und nun? Wer bin ich? Und was mache ich mit diesem Raum?" Da sagte er: "Betrachte ihn als Spielplatz. Der ist jetzt offen für Dich. Und jetzt geh' und spiel'!" "Playground" steht also einerseits für einen neuen Lebensabschnitt, andererseits aber auch für ein freudiges Zugreifen.

Was ist der größte Unterschied zwischen der neuen CD und Ihren früheren Einspielungen?

Lux Meine letzte Veröffentlichung war eine Solo-live-CD, die dieses ganz Intime, Innige, was meine Solo-Konzerte haben, sehr schön aufgefangen hat. Jetzt haben sich wieder neue Räume geöffnet. Reentko ist ein sehr verspielter Musiker. Das heißt, er hat sich in diesem Studio, in dem wir waren — ganz weit draußen, in der Nähe von Stendal —, viele verschiedene Dinge zusammengesucht, auf denen er gespielt hat, bis hin zu einem riesigen Regenfass. Außerdem hatten wir auch eine ganze Reihe Gastmusiker dabei.

In Neuss werden Sie aber wieder ein Solo-Konzert geben. Lassen sich die neuen Songs auch im Solo-Programm umsetzen?

Lux Alle Stücke haben eine Basis. Und die ist immer meine Stimme und meine Gitarre. Ich finde es sehr schön, dass ein Stück, das auf der CD ein größeres Arrangement hat, auch wunderbar funktioniert, nur mit Stimme und Gitarre. Denn am Ende geht es — genau, wie Sie vorhin sagten — um die Geschichten, die ich erzähle. Und die haben selbst in der ganz kleinen, reduzierten Form sehr viel Kraft.

Barbara Steingießer führte das Gespräch.

(NGZ)