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Reuschenberg: SPD gegen Supermarkt, CDU dafür

Reuschenberg : SPD gegen Supermarkt, CDU dafür

Die SPD wird in der Sitzung des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung den Grundsatzbeschluss zur Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes auf dem Reuschenberger Kirmesplatz ablehnen.

"Das Projekt findet sowohl städtebaulich als auch wegen drohender Konflikte bei der verkehrlichen Erschließung und der damit verbundenen Störungen für die Anwohner keine Zustimmung", sagt Peter Ott, planungspolitische Sprecher.

Die SPD verweist auf das Einzelhandelsgutachten, in dem Reuschenberg zu den fünf Nebenzentren gezählt werde, in denen kein Vollsortimenter des Lebensmittelhandels zur Sicherung der Nahversorgung erforderlich sei. Ott: "Der Kirmesplatz ist als Standort für einen Lebensmittelmarkt nicht geeignet." Karl Heinz Baum, Fraktionsvorsitzender der CDU, kündigte an, dass seine Fraktion den Grundsatzbeschluss mittragen werde.

Favorit sei der Standort in der Nähe des China-Restaurants entlang der Bergheimer Straße. Die Grünen fordern eine Bürgerbeteiligung. Die planungspolitische Sprecherin Ingeborg Arndt möchte, dass sich alle Bewerber für den Lebensmittelmarkt öffentlich präsentieren und ihr Modell erläutern, damit die Betroffenen diskutieren und entscheiden können, welchen Markt sie bevorzugen oder ob sie das Ansinnen der Verwaltung ablehnen.

An der Finkenstraße hat sich eine Interessensgemeinschaft gegründet. Sie will sich keinen Supermarkt "vor die Nase setzen lassen", so Udo Leist. "Vorrangig geht es uns um den Erhalt der Grünfläche. Dort wurde viel Geld für Bepflanzung, Basketball und Inlinerflächen investiert." Die Lärmbelästigung durch Kundenfahrten und Anlieferung wäre sehr hoch.

(dhk)