1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Sparkasse Neuss legt Bilanz 2019 vor und rüstet sich für Corona-Hilfen

Jahresbilanz der Sparkasse Neuss : Sparkasse bereitet „Corona-Hilfen“ vor

Die Sparkasse Neuss legt ihre Bilanz 2019 mit einem Jahresüberschuss von rund 5,9 Millionen Euro vor. Die Wirtschaft wird in den nächsten Monaten mit der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen haben.

Die Liste der Herausforderungen ist lang. Als die Sparkasse Neuss am Donnerstag ihre Jahresbilanz 2019 vorstellt, stehen eine Menge Aufgaben, die es zu bewältigen gibt, auf der Liste: allen voran natürlich die Corona-Pandemie, aber auch der Strukturwandel, der die Region prägen wird, und der Klimaschutz. Da ist es gut, dass die Sparkasse Neuss stark dasteht und auf ein solides Jahresergebnis 2019 blickt. Der Vorstand zeigt sich damit insbesondere unter den herausfordernden Rahmenbedingungen sehr zufrieden. Vorstandsvorsitzender Michael Schmuck betont: „Wir sind uns darüber bewusst, dass nahezu alle Menschen und Unternehmen derzeit auch abseits der Corona-Pandemie eine ganze Reihe von grundlegenden Herausforderungen bewältigen müssen.“ Man wolle den Menschen und den Betrieben dabei als starker Partner zur Seite stehen.

Die Botschaft: Die Sparkasse Neuss bleibt auch in schwierigen Zeiten eine verlässliche Stütze für die Region. Vorstandsmitglied Volker Gärtner verweist zudem auf das gesellschaftliche Engagement. 860.000 Euro schütteten die sieben Stiftungen der Sparkasse aus, hinzu kommen fast 1,4 Millionen Euro an Spenden sowie Sponsoring (340.000 Euro), Ausschüttungen an die Träger für gemeinnützige Zwecke (drei Millionen Euro) und Ausschüttungen aus dem Prämienlos-Sparen (600.000 Euro).

Durch weiter stark ansteigende Kundeneinlagen und die fortgesetzte Ausweitung der Kreditvergabe stieg die Durchschnittsbilanzsumme der Sparkasse Neuss in 2019 von 6,5 Milliarden Euro auf 6,6 Milliarden Euro. Wegen der weiter anhaltenden extremen Zinssituation und des entsprechend rückläufigen Zinsüberschusses lag das Betriebsergebnis vor Bewertung mit 42,9 Milliarden Euro unter dem Wert des Vorjahres (46,3 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss lag nach Abzug aller erforderlichen Bewertungsmaßnahmen und der zu zahlenden Steuern in Höhe von 14,1 Millionen Euro – darunter 7,2 Millionen Euro Gewerbesteuer – bei rund 5,9 Millionen Euro (2018: 6,3 Millionen Euro). „Wir haben in einem für die gesamte Kreditwirtschaft schwierigen Umfeld gut gewirtschaftet“, erklärt Schmuck.

Im Kreditgeschäft wurde mit Neuvalutierungen in Höhe von 771 Millionen Euro und einem Volumen von 5,8 Milliarden Euro (2018: 5,7 Milliarden Euro) ein Rekordergebnis verzeichnet. Auch bei der Vergabe von zinsbegünstigten Fördermitteln war die Nachfrage groß. So wurde im Bereich der gewerblichen Förderkredite ein Volumen in Höhe von 22,6 Millionen Euro für die Unternehmen im Rhein-Kreis zur Verfügung gestellt. Laut Sparkasse wurden damit 1203 Arbeitsplätze in der Region gesichert und 837 neue ermöglicht. Im Immobiliengeschäft stieg das Volumen der vermittelten Objekte auf 58,9 Millionen Euro (2018: 41,8 Millionen Euro). Zudem wurden mehr als 1500 neue Girokonten (zum Abschluss des Geschäftsjahres stieg die Zahl damit auf 179.587) verzeichnet, die digitalen Angebote wurden ausgeweitet. Sehr zufrieden zeigt sich Vorstandsmitglied Carsten Proebster zum Beispiel mit der Einführung von Apple Pay.

Für die Unternehmen und die Menschen in der Region wird die Sparkasse Neuss mit Blick auf die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ein wichtiger Ansprechpartner sein. Stichwort „Corona-Hilfen“. „Hier werden aktuell gerade die formalen Voraussetzungen durch die Politik und die KfW geklärt. Ich gehe davon aus, dass eine Antragstellung in der kommenden Woche möglich sein wird“, erklärt Sparkassensprecher Stephan Meiser.