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Sozialkonzern Lukaskrankenhaus der Stadt Neuss erreicht ein Rekordergebnis

Jahresbilanz 2018 in Neuss : Konzern Lukaskrankenhaus erreicht Rekordergebnis

Das Krankenhaus und alle Tochterunternehmen schreiben schwarze Zahlen. Die Zahl der Beschäftigten wächst auf 2218 Köpfe.

Nach der beschlossenen Fusion des Lukaskrankenhauses mit den beiden Kreiskliniken hat das kommunale Klinikum, das in den vergangenen Jahren zum Sozialkonzern der Stadt Neuss ausgebaut worden war, seine letzte „eigene“ Jahresbilanz vorgelegt. Und die fällt besser als in allen Vorjahren aus.

Das Rekordergebnis des Konzerns aus dem Jahr 2017 konnte im vergangenen Jahr noch einmal übertroffen werden, zudem schrieben erstmals alle Tochtergesellschaften schwarze Zahlen. Das schließt auch die „Lukita“ ein, den Träger von zehn ehemals städtischen Kindertageseinrichtungen. Diese hoch defizitären Kitas hatte das „Lukas“ 2014 übernommen.

Und der Aufwärtstrend hält an, wie die Auswertung der Daten für das erste Quartal 2019 belegen. Patientenzahlen und Erlöse liegen deutlich über denen des Vorjahres, teilt das Unternehmen mit.

In Zahlen ausgedrückt, liest sich die Jahresbilanz 2018 so: Der Umsatzerlös des Konzerns (Krankenhaus, Lukita, MVZ etc.) stieg von 176,5 auf 186,4 Millionen Euro, das Ergebnis verbesserte sich von 2,6 auf 3,5 Millionen. Die Städtische Kliniken Neuss GmbH alleine erreichte mit ihren unselbständigen Betriebsstätten „Rheintor Klinik“ an der Hafenstraße und Pflegeheim Herz-Jesu an der Oberstraße erneut einen über dem Vorjahr liegenden Jahresüberschuss: Der stieg stark von 1,6 auf 2,5 Millionen Euro an. Zwei Millionen davon steuerte der Krankenhausbetrieb des „Lukas“ bei, das den Vorjahresgewinn auf zwei Millionen Euro verdoppeln konnte. Die Umsatzerlöse lagen bei 158,4 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 6,3 Millionen Euro.

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Im Geschäftsjahr 2018 wurden im Lukaskrankenhaus etwa 80.000 Patienten ambulant und fast 23.000 Menschen stationär behandelt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg konzernweit auf 2218, im Lukaskrankenhaus erhöhte sich diese Zahl auf 1.656. 

Weniger erfreulich hatte es noch beim Wechsel der Geschäftsführung im Sommer 2014 ausgesehen. Hohe Kredite für große Investitionen drückten die Liquidität und ließen die Verschuldung in eine Größenordnung wachsen, die durchaus Anlass zur Sorge gab. Das hat sich verbessert. So konnte zum Beispiel die bis 2014 gestiegene Fremdkapitalquote gesenkt werden (2014: 74,9 Prozent, 2018: 71,0 Prozent).

Zur finanziellen Gesundung trugen andererseits immer höhere Belegungszahlen bei, die 2018 ein Rekordniveau erreichten. Damit stiegen auch die Konzernumsätze und die Höhe der Rückstellungen. Sie wuchs in den vergangenen fünf Jahren um fast zehn auf jetzt 27,9 Millionen Euro.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der beschlossenen Fusion freuen sich der kaufmännische Geschäftsführer Nicolas Krämer und der Verwaltungsratsvorsitzende Thomas Nickel über die Zahlen. „Das ist die Gesamtleistung unseres engagierten und kompetenten Teams“, sagt Krämer, der wie zum Beweis auch auf die zahlreichen Auszeichnungen verwies. Und Thomas Nickel ergänzt: „Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Die Ergebnisse ermöglichen uns eine Patientenversorgung auf sehr hohem medizinischen und pflegerischen Niveau.“ Und das sei die Hauptsache.

Im Lukaskrankenhaus setzt man jetzt darauf, dass bis Ende August die Fusion mit den Kreiskliniken vollzogen sein wird und so – rückwirkend zum 1. Januar – in Kraft treten kann.

(-nau)