So war die Netzwerk-Veranstaltung „Was gibt’s Neuss?“ am 8. November

Netzwerktreff „Was gibt’s Neuss?“: Ein Flirt und ein Bekenntnis zur Heimat

Die jüngste Auflage der Netzwerk-Veranstaltung „Was gibt’s Neuss?“ war eine Informationsbörse und Feierabend-Treff in einem. Die angestrebte Fusion der drei kommunalen Krankenhäuser im Kreisgebiet war das aufregendste Thema.

Es wirkte wie ein Flirt auf Distanz. Am Eingang positionierte sich das Neusser Lukaskrankenhaus und warb bei Männern, rechtzeitig zur Vorsorge zu gehen. Genau auf der anderen Seite des Raumes erkannten die Rhein-Kreis-Kliniken, dass die Medizin weiblicher wird. Was wie ein abgestimmtes Konzept zwischen zwei vor der Fusion stehenden Partnern aussah, soll ein Produkt des Zufalls gewesen sein.

Das beteuert Patricia Mebes, Geschäftsführerin der Kreiskrankenhäuser: „Wir wussten nicht, was die Kollegen für den Abend geplant hatten.“ Wie auch immer. Bei der Netzwerk-Veranstaltung „Was gibt‘s Neuss?“ in der Wetthalle auf dem Rennbahn-Gelände war die angestrebte Fusion der drei kommunalen Krankenhäuser im Kreisgebiet das aufregendste Thema. Sigurd Rüsken und Mebes, die Geschäftsführerinnen der Rhein-Kreis Kliniken, hatten Gesprächsbedarf, als sie auf „Lukas“-Geschäftsführer Nicolas Krämer trafen. Nur wenige Schritte entfernt tauschte sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke mit Helga Koenemann, Vorsitzende der Neusser CDU-Ratsfraktion, aus. Zu den viel gesuchten Gesprächspartnern gehörte auch Ratsfrau Elisabeth Heyers, die Vorsitzende des Beteiligungsausschusses in Neuss. Spannung lag in der Luft an diesem Vorabend zu den Fusionsgesprächen, die Freitag in ihre entscheidende Phase gingen.

  • Fahrbahn unterspült? : Teil der Erfttstraße nach Wasserrohrbruch vorerst gesperrt

Die Gastgeber Jörg Philippi-Gerle und Axel Pollheim hatten Donnerstag besonders viele Hände zu schütteln. Mehr als 400 Gäste kamen zum In-Treff. Offensiv ging Markus Fuhrmann auf Besucher zu. Der Diplom-Kaufmann und Versicherungsmakler lenkte aber die Blicke nicht auf sein Büro, sondern auf die Wirtschaftsinitiative Neuss-Süd, deren Vorsitzender er ist. Der Verein, in dem sich viele Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Taubental zusammengeschlossen haben, wird sich und seine Mitgliedsbetriebe bei einem Unternehmensforum am 20. November im Autohaus Schwab-Tolles präsentieren. Fuhrmann sagte voller Tatendrang: „Wir haben starke Firmen und wollen einen Akzent für den Standort im Neusser Süden setzen.“

Einen Akzent für die Heimat will auch die Neuß-Grevenbroicher Zeitung setzen, die zu den Gastgebern gehörte. Am NGZ-Stand konnten sich Besucher fotografieren lassen, mit lustigen Kopfbedeckungen zum Beispiel. Ein Muss waren die Tafeln mit Redewendungen in Mundart: „Von nix kütt nix“ oder „Wat mutt, dat mutt“. Viele Gäste machten den Spaß mit, gaben mit ihrem Lieblingsspruch ein Bekenntnis zur Heimat ab und nahmen ein witziges Erinnerungsfoto von einem Abend mit nach Hause, der Informationsbörse und Feierabend-Treff in einem war.

Mehr von RP ONLINE