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Neuss: So soll sich Neuss entwickeln

Neuss : So soll sich Neuss entwickeln

Die Stadt setzt bei der Entwicklung eines neuen Flächennutzungsplans auf die Beteiligung der Bürger. Sie erfahren jetzt, wie die Ideen und Vorschläge aus den Stadtteilwerkstätten ins Räumliche Strukturkonzept passen.

Die Antwort fällt nicht leicht: "Wie sieht unsere Stadt morgen aus?" Um diese Fragestellung ranken sich verschiedene Konzepte, Analysen und Workshops, um daraus einen neuen Flächenutzungsplan zu erstellen. In dem wird die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahrzehnten dargestellt. Kern des Prozesses auf dem Weg dorthin waren sechs Stadtteilwerkstätten in 2009 und 2010. Deren Ergebnisse flossen in das "Räumliche Strukturkonzept", erarbeitet vom Gutachterbüro scheuvens + wachten. Diese Konzeption wird am Montag den Neussern vorgestellt und diskutiert.

Das zeitintensive und komplexe Vorgehen ist notwendig, um den Anforderungen von so unterschiedlichen Themen und Bereichen wie Mobilität, Wohnen, Wirtschaft, Freiraum oder Ortszentren gerecht zu werden. Politik und Verwaltung ist die Einbeziehung der Bürgerschaft wichtig, daher wurden die Stadtteilwerkstätten initiiert, an denen insgesamt rund 350 Bürger teilnahmen und ihre Ideen einbrachten. Alle Vorschläge und Wünsche können, das machten die beteiligten Planungspolitiker deutlich, allerdings nicht in einen Flächennutzungsplan eingehen. Denn diese Ideen müssten in den gesamtstädtischen Plan passen.

Wesentliche Ergebnisse von scheuvens + wachten sind: Neuss wird bis 2030 über 11 200 Einwohner verlieren; die Bevölkerungszusammensetzung verändert sich: weniger, älter, bunter; Neuss ist auf Zuzüge angewiesen und der Wohnbauflächenbedarf beträgt bis 2025 rund 140 Hektar. Die Gutachter empfehlen:

Freiraum Ökologisch bedeutsame Strukturen, besonders Auenbereiche müssen gesichert und aufgewertet werden. Der Zugang zum Rhein sollte verbessert werden.

Mobilität Das ÖPNV-Netz muss optimiert, Lücken im Radwegenetz geschlossen werden. Für den Nord-Süd-Verkehr sind sichere und attraktive Radwegeverbindungen notwendig. Ortsteile: Problematisch ist der starke Durchgangsverkehr in Holzheim. In Weckhoven wünschen sich die Bürger eine Umgestaltung des Ortseingangs. In der Innenstadt muss die Verbindung zum Hafen verbessert werden. Die Batteriestraße wirkt als Barriere.

Wohnen Neue Wohntypen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen sind zu entwickeln. Der Bestand soll saniert und das Wohnumfeld aufgewertet werden.

Wirtschaft Attraktive Gewerbeflächen entwickeln und Unternehmen in regionale Netzwerke einbinden.

Info 30. Mai, 18 Uhr, Sparkassen-Forum Michaelstraße

(NGZ)