Neuss: Skihalle steht sicher

Neuss: Skihalle steht sicher

Die Betreiber der Skihalle in Neuss müssen sich keine Sorgen machen: Während der längsten Skihalle der Welt in Bottrop der Untergrund unter den Fundamenten so stark wegsackt, dass der Halle aus Sicherheitsgründen sogar die Schließung droht, ist die Neusser Konstruktion bereits so gebaut, dass sie sich den Erdbewegungen anpasst. Dass der Baugrund sich leicht talwärts senkt, ist ein normaler Prozess. Damit die Halle in Bottrop statisch trotzdem sicher steht, darf sie nur wenige Zentimeter sinken. Überschreitet sie den Grenzwert von 20 Zentimetern, muss sie geschlossen werden – derzeit liegt der Messwert bei über 19.

"Das kann in Neuss auf keinen Fall passieren", sagt Sprecherin Bianca Kita von der allrounder mountain resort GmbH, die die Halle betreibt. Da die Neusser Piste nicht wie ihr Pendant im Ruhrgebiet auf einer Kohlehalde , sondern auf einer ehemaligen Mülldeponie errichtet wurde, hätten der Architekt und die Bauingenieure ein mögliches Absinken des Untergrunds schon bei der Planung der Halle berücksichtigt. Die Konstruktion, die von weitem wie ein überdimensionaler Tausendfüßler wirkt, steht auf Stelzen, die jeweils eigene Fundamente haben. Sinken diese Platten ab, können die Träger darauf einzeln neu justiert werden. Zwischen Pfeiler und Fundament ist außerdem ein Sockel aus speziellem Kunststoff montiert, der Bewegungen des Untergrunds wie ein Puffer abfangen kann.

Mehrmals im Jahr messen Techniker an verschiedenen Stellen, ob sich die Stützen oder das Gelände absenken – und ob diese Bewegung über den zulässigen Grenzwerten liegt. "Bisher ist das aber noch nie vorgefallen", sagt Bianca Kita.

(NGZ)
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