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Skihalle Neuss: Gäste können Tättowierer bei der Arbeit zusehen

Aktion in Neuss : Tätowierer zeigen ihr Können in der Skihalle

Am 17. August sind in der Neusser Skihalle Tätowierer zu Gast und arbeiten live.

Es soll nicht nur ein gewöhnlicher Partyabend sein. Das war es die vergangenen Jahre. In der Jever-Fun-Skihalle Neuss setzen die Verantwortlichen jetzt auf einen „stylischen Abend mit Live-Attraktionen“, sagt Eventmanager Hauke Bochem. Und so wird es am Freitag, 17. August, gar künstlerisch. Denn Tättowierer aus dem Neusser Studio „Edo Tattoo“ kommen an den „Neusser Gletscher“ und zeigen vor Publikum, was sie aus einem langweiligen Bein, einem blassen Arm oder einem muskulösen Rücken machen können. „Natürlich werden sie ihre Models mitbringen“, sagt Bochem. Denn ob es einer der Zuschauer dann wagen wird, sich spontan und vor Publikum fürs Stechen eines Tatoos zu entscheiden, ist fraglich.

Solch ein Kunstwerk wird auch in der Skihalle gestochen. Foto: Skihalle Neuss

Dennoch soll es einen Anreiz geben. „Wir denken darüber nach, für einen Mutigen eine cool gestochene Schneeflocke anzubieten“, sagt Bochem. Das würde dann natürlich ein kostenloses Erinnerungsstück für die Ewigkeit werden. In einem eigenen Bereich der Location „viva“ werden Model und Tätowierer sitzen, können dort aber gut beobachtet werden. „Es muss eine gewisse Distanz zu den Gästen da sein, damit keiner zu nah an die sterilen Geräte kommt“, erklärt der Eventmanager. Je nach Erfolg und Interesse werde die Aktion wiederholt, so Bochem. Begleitet wird das Spektakel von Live-Musik. Los geht es um 21 Uhr – und wer dabei sein oder sich gar tätowieren lassen möchte, muss allerdings mindestens 18 Jahre alt sein.

Felix Albrecht ist der Eigentümer des Tattoo-Studios in der Neusser Nordstadt. Zweieinhalb Jahre hat Albrecht sich in Thailand ausbilden lassen, nachdem er Grafik und Design studiert hatte. Kunden kommen mittlerweile aus ganz Nordrhein-Westfalen in die Neusser Nordstadt. Drei fest angestellte Tätowierer beschäftigt Albrecht in seinem Studio. Hinzu kommen bis zu fünf Gasttätowierer. Der Trend, sich Tattoos stechen zu lassen, sei ungebrochen, sagte Albrecht in einem Gespräch. Und den Grund nannte er gleich hinterher: „Es liegt tief im Menschen verwurzelt, sich schmücken zu wollen.“

(goe)