Skihalle kann Klage gelassen entgegen sehen

Skihalle kann Klage gelassen entgegen sehen

Kaum Erfolgschancen dürfte ein Architekt haben, der jetzt am Düsseldorfer Landgericht gegen die Betreiber der Neusser Skihalle geklagt hat. Burkhard Schrammen war vor Gericht gezogen, um von der Allrounder GmbH und Co KG mehr als 100.000 Euro zu bekommen.

Das Geld stehe dem Architekten nach eigenen Angaben zu, weil die Skihalle ihn bei der Planung des kürzlich fertiggestellten Hotels nicht berücksichtigt hatte.

Die zuständige Zivilkammer am Düsseldorfer Landgericht machte bei der mündlichen Verhandlung am Mittwoch allerdings deutlich, dass sie die Forderung des Architekten für zunächst nicht nachvollziehbar hält. Laut Gericht hatten der Planer und die Skihalle lediglich vereinbart, beim Bau künftiger Skihalle zusammenzuarbeiten. Ein eventueller Hotel-Anbau sei bei dieser Vereinbarung nicht mit eingeschlossen.

Auch eine Urheberrechtsverletzung vermochte das Gericht auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Der Architekt hatte moniert, das Bild der von ihm geschaffenen Skihalle werde durch den Hotelkomplex beeinträchtigt. Das sah die Richterin anders. Ihrer Meinung nach ist die zum Parkplatz gerichtete Seite die schönere Seite der Halle. "Das Hotel verdeckt allerdings genau die andere Seite, zumindest sieht das auf einem Foto so aus, was der Kläger vorgelegt hat", so Gerichtssprecher Peter Schütz.

Der Architekt will trotz der eindeutigen Tendenz der zuständigen Richter nicht locker lassen. Er und seine Anwälte kündigten an, weiteres Beweismaterial vorlegen zu wollen. Außerdem wollen sie beantragen, dass die Verletzung des Urheberrechts beseitigt wird. Heißt im Extremfall: Das neu gebaute Hotel soll wieder abgerissen werden. Das Gericht kündigte an, die neuen Argumente prüfen zu wollen.

Wann das Verfahren fortgesetzt wird, steht noch nicht fest. Experten rechnen damit nicht vor Frühjahr kommenden Jahres.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist das "Fire & Ice"-Hotel an der Neusser Skihalle

(NGZO)
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