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Neuss: Sinnesfroher Wochenmarkt

Neuss : Sinnesfroher Wochenmarkt

Ein Marktbesuch spricht alle Sinne an – und die bunten Szenerien bieten schöne Fotomotive. Am Freitag führt die nächste Themen-Tour auf Einladung von Neuss Marketing und NGZ zu Neusser Wochenmärkten.

Ein Marktbesuch spricht alle Sinne an — und die bunten Szenerien bieten schöne Fotomotive. Am Freitag führt die nächste Themen-Tour auf Einladung von Neuss Marketing und NGZ zu Neusser Wochenmärkten.

Leuchtend rote Erdbeeren, sattgrüner Salat und eine üppige Blütenvielfalt — wer in diesen Frühsommertagen über die Neusser Wochenmärkte geht, kann die gesamte Farbpalette der Natur entdecken. Ein Marktbeschicker preist knackfrischen Spargel an, die Bauersfrau hält derweil ein Schwätzchen mit ihren Stammkundinnen — eine bunte Welt aus Farben und Formen, Gerüchen und Geräuschen. Zu zwei der insgesamt sechs städtischen Wochenmärkte auf Neusser Gebiet führt die nächste Themen-Tour der Reihe "Neusser Ecken" — diesmal ausnahmsweise schon am Freitag.

Freie Wochenmärkte sind in Neuss bereits seit mehr als 550 Jahren nachgewiesen. Waren wie Butter, Eier, Flachs, Käse und Geflügel durften damals ausschließlich auf dem Freithof feilgeboten werden. Im 15. Jahrhundert war es Aufgabe des Bürgermeisters, den Markthandel zu überwachen, das Gewicht der Brote zu prüfen und die Fleischbeschau vorzunehmen. Unterstützt wurde er dabei von einem Marktmeister. Heute kümmern sich die Mitarbeiter des Ordnungsamtes um die Belange der Beschicker, kassieren Gebühren, halten Sicherheit und Ordnung aufrecht.

Auf die historischen Zusammenhänge wird kurz Gästeführer Rolf Lüpertz eingehen, der die Teilnehmer am Freitag um 10 Uhr in der Nähe des Marktbrunnens gegenüber dem Rathaus erwartet. Per Fahrrad geht es dann auf einer vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) ausgearbeiteten Route in den Neusser Süden.

Am Norfer Lessingplatz wurde vor etwa 30 Jahren ein Markt eingerichtet. Freitags zwischen 7 und 14 Uhr werden hier sieben oder acht Stände mit landwirtschaftlichen Produkten aufgeschlagen.

"In Neuss haben wir sogenannte grüne Märkte", erklärt Bernd Ermbter, Sachgebietsleiter für den Außendienst auf den Neusser Märkten, "dort ist alles zu finden, was Feld und Weide bieten." Neben Landwirten aus dem Kreisgebiet sind auch Händler aus der Region vertreten. Sie bieten Obst, Gemüse und Pflanzen, Fleisch, Fisch und Käse, Brot und Delikatessen.

Auf rund 15 Stände ist der Markt im Ladenzentrum Otto-Wels-Straße in Weckhoven im Laufe der Jahre angewachsen. "Von einem Markttag profitieren auch die ansässigen Geschäfte", weiß Ermbter. Längst hätten übrigens auch jüngere Leute den Einkauf auf dem Markt für sich entdeckt, ergänzt er. Der Wochenmarkt garantiere eben nicht nur die Nahversorgung, sondern sei "vor allem am Wochenende regelrecht ein Treffpunkt".

Noch bis zum Herbst laden Neuss Marketing und NGZ unter dem Titel "Neusser Ecken" alle zwei Wochen zu Aktiv-Touren ein, die den Neussern einen neuen Blickwinkel auf ihre Stadt eröffnen sollen. Begleitet wird die Reihe von einem Foto-Wettbewerb.

(NGZ/rl)