Projekte des Neusser Bauvereins Wohnen im Alter – selbstbestimmt und miteinander

Neuss · Mit innovativen Projekten bietet der Neusser Bauverein älteren Menschen in Neuss eigenständiges und trotzdem komfortables Wohnen. Ein Überblick über das Angebot.

 Am Gottfried-Schmitz-Weg gibt es 13 öffentlich geförderte, altersgerechte Zwei-Zimmer-Mietwohnungen mit betreutem Wohnen.

Am Gottfried-Schmitz-Weg gibt es 13 öffentlich geförderte, altersgerechte Zwei-Zimmer-Mietwohnungen mit betreutem Wohnen.

Foto: Bauverein Neuss

Neue Konzepte wie Gruppenwohnungen, betreutes Wohnen oder Wohnen mit Service ermöglichen älteren Menschen, möglichst lange komfortabel in den eigenen vier Wänden zu leben. „Diese innovativen Projekte sind speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet und stellen selbstbestimmtes Miteinander und Versorgungssicherheit in den Vordergrund“, sagt Dirk Reimann, Vorsitzender der Geschäftsführung des Neusser Bauvereins.

Schon länger richtet das Neusser Traditionsunternehmen den Blick auf selbstbestimmtes Wohnen in jedem Alter. „Wir planen neue Wohnungen barrierefrei und rüsten Wohnungen im Bestand so um, dass ältere Menschen und Menschen mit Handicap komfortabel wohnen, soziale Kontakte pflegen können und gleichzeitig gut betreut werden“, fügt Dirk Reimann an. Möglich wird dies auch durch die Kooperationen mit den Sozialpartnern und innovativen Ideen.

Das Spektrum reicht von „Wohnen mit Service“, unter anderem in Kooperation mit der Caritas an der Friedrichstraße/Am Alten Weiher mit 53 Wohnungen, über Gruppenwohnungen, etwa an der Euskirchener Straße, an der Hülchrather Straße und auf der Südlichen Furth, oder an der Bleichgasse, bis hin zu einer Wohngemeinschaft an der Körnerstraße mit sieben Bewohnern in Kooperation mit der St.-Augustinus-Gruppe und einem Wohnheim mit 16 Plätzen an der Weckhovener Straße in Kooperation mit der Diakonie. Bei diesen speziellen Wohnangeboten finden ältere Menschen und Menschen mit Handicap das Wohnumfeld, das sie zum eigenständigen Leben brauchen – sei es eine bodengleiche Dusche, die Gesellschaft anderer Menschen oder eine Betreuung mit geschulten Sozialarbeitern.

In Anpassung an den demografischen Wandel und neue Wohn- und Betreuungsbedürfnisse geht das Neusser Traditionsunternehmen auch unkonventionelle Wege, um möglichst lange selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen. Ein solches Projekt wurde kürzlich in direkter Nachbarschaft zum Memory-Zentrum fertiggestellt: In 13 öffentlich geförderten und somit bezahlbaren, altersgerechten Zwei-Zimmer-Mietwohnungen mit betreutem Wohnen am Gottfried-Schmitz-Weg sind leicht an Demenz erkrankte Menschen eingezogen. Im Rahmen dieses bislang einzigartigen Projekts in Kooperation mit der Augustinus-Gruppe können die Mieter die Service-Leistungen des Memory-Zentrums in Anspruch nehmen.

Auch im Neusser Süden ermöglicht der Bauverein älteren Menschen Wohnkomfort, soziales Miteinander und Betreuungsangebote: Im ersten nun fertiggestellten Seniorenheim des Bauvereins in dem neuen generationenübergreifenden Quartier an der Nievenheimer Straße in Norf können 80 ältere Menschen leben und von der Diakonie betreut werden. Außerdem gibt es in dem Quartier 30 Zwei- bis Dreizimmerwohnungen mit Betreutem Wohnen. Den Mietern dieses „Wohnen mit Service“-Projekts stehen umfangreiche Angebote der Diakonie zur Verfügung – eine Diakoniestation, eine Tagespflege und ein Nachbarschaftstreff. Auch im derzeit größten Bauprojekt des Neusser Bauvereins im Augustinus-Park entstehen spezielle Wohneinheiten für komfortables Wohnen im Alter, unter anderem betreute Wohneinheiten und Gruppenwohnungen.

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