1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Seit zehn Wochen im Landtag

Neuss : Seit zehn Wochen im Landtag

Der neue Neusser Landtagsabgeordnete Reiner Breuer kann bereits in den ersten Wochen seines Mandats Erfolge feiern. Die SPD-Fraktion hat den ihn zum Sprecher für Infrastruktur ernannt. Und er hat endlich sein eigenes Büro.

Noch ist es ein wenig kahl, das neue Landtagsbüro des Neusser SPD-Politikers Reiner Breuer. Der Raum ist gerade frisch gestrichen, an den Wänden hängt noch nichts. Statt einen großen Schreibtisch aufzustellen, hat sich Breuer dafür entschieden, aus seinem Büro ein Konferenzzimmer zu machen. "Denn bereits jetzt zeigt sich, dass ich das in Düsseldorf dringend brauche", sagt der Landtagsabgeordnete, der nun seit zehn Wochen Abgeordneter des Landtags ist. In dieser Zeit ist viel passiert – nicht nur, dass er im Landtag endlich auch räumlich eingezogen ist. Breuer ist von seiner Fraktion zudem damit beauftragt worden, als Sprecher zu fungieren.

Zuständig ist er für das Thema Infrastruktur. Für den Ausschuss Bauen, Wohnen und Verkehr wird Breuer Ansprechpartner sein sowohl für Anfragen aus der Presse, als auch von Verbänden und Vereinen. Zwar ist im Landtag derzeit Sommerpause, "aber mein Terminkalender ist voll", sagt der Politiker. Täglich erreichen ihn Anfragen aus ganz NRW, viele Treffen stehen an. "Meinen Konferenzraum nutze ich ausgiebig", sagt Breuer, der für seine neue Aufgabe auch auf Kontakte zurückgreifen kann, die er bislang als stellvertretender Landesgeschäftsführer der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) nutzte. "Ich bin bereits gut vernetzt", sagt Breuer. Das sei auch der Grund gewesen, ihm, dem "Landtags-Neuling", diese wichtige Sprecherfunktion zu übertragen.

Seit er sich vor zehn Wochen gegen seinen CDU-Konkurrenten Jörg Geerlings durchgesetzt hat, ist Breuer dabei, sein Leben neu zu organisieren. Wichtig sei ihm vor allem, Neuss im Blick zu behalten, sagt der 43-Jährige. Der Konferenzraum in Düsseldorf ist Ausdruck dafür. "Mein Büro habe ich in Neuss", stellt er klar. Dort erreichen ihn nicht nur immer noch Glückwünsche über seinen Wahlsieg, viele Bürger fragen auch nach Rat und Hilfe. "Wir versuchen, Türöffner zu sein für Menschen, die nicht mehr weiterwissen", sagt Breuer, der in Düsseldorf auch in den Rechtsausschuss gewählt wurde – "ich bin Volljurist, das lag nahe", so Breuer, der jeden Morgen zunächst im Neusser Büro nach dem Rechten sieht, bevor er auf die andere Rheinseite wechselt. Die Ortsnähe sei ein großer Vorteil. "So kann ich beides unter einen Hut bringen, das lokale und das überregionale." Letzteres wird ihn vor allem nach der Sommerpause des Landtags verstärkt beschäftigen. Ein erster Auslandstermin ist schon geplant: Im September trifft Breuer bei einer Konferenz in Brüssel auf Sprecher für Infrastruktur und Stadtentwicklung aus ganz Europa.

(NGZ)