Sechs Konzerte sind bei der 14. Auflage des Niederrhein-Musikfestivals geplant.

Programm des Niederrhein-Musikfestivals: Mit Musik nach Brasilien

Sechs Konzerte sind bei der 14. Auflage des Niederrhein-Musikfestivals geplant. Dazu kommen zwei öffentliche Proben.

Schloss Dyck bleibt der zentrale Veranstaltungsort des Niederrhein-Musikfestivals. Die 14. Auflage steht unter dem Motto „Musikalische Welten unterwegs“, beginnt mit „Von Klassik bis Flamenco“ am 26. August in Jüchen und wird am folgenden Sonntag (2. September) mit „Brasilianischen Klängen zwischen Klassik, Jazz und Folk“ fortgesetzt.

Der nächste Termin ist am 21. September in der Mönchengladbacher Rokokokirche Wickrathberg. Zu „Klangbildern aus der Natur“ reist der Harfenist Emmanuel Ceysson eigens aus New York an. Mit „Ravel trifft Tango“ ist wiederum das Kunsthaus Langen Foundation auf der Raketenstation Spielstätte (29.9.). „Gitarre pur“ ist in der Stammen-Mühle in Nettetal (7. Oktober) zu erleben. Da in der denkmalgeschützten Mühle nur 50 Personen Platz finden, denken die Veranstalter bei entsprechender Nachfrage über ein zweites Konzert nach.

Den Abschluss des Festivals bilden „Lieder und Instrumentalwerke aus der Glanzzeit des deutschen Chansons“ im Robert-Schumann-Saal Düsseldorf (28.10.). Der Chansonnier und Schauspieler Vladimir Korneev wird dort vom gesamten Ensemble des Niederrhein-Festivals begleitet. Der gebürtige Georgier kam als Kriegsflüchtling im Alter von sieben Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland. Nach einer zwölfjährigen Ausbildung zum Pianisten und seinem Abitur in Augsburg absolvierte er sein Schauspiel- und Gesangsstudium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München.

Er setzt fort, was seit 2015 zum Festival gehört: die Verbindung von Wort und Musik. So gehörten etwa auch Dominique Horwitz (2016) und Tim Fischer (2017) zu den Künstlern, die für diese Art von Konzert schon verpflichtet wurden und neue Einblicke in das „Klassische Lied“ ermöglichten.

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Zwei bedeutende Veränderungen bringt das aktuelle Festival mit sich: Susanne Geer, von Anfang an die organisatorische Leiterin, hat eine Geschäftsführungsposition beim Kölner Kammerorchester übernommen und steht damit für das Niederrhein-Musikfestival nicht mehr zur Verfügung. Ihr Nachfolger ist der Düsseldorfer Musiker und Konzertagent Rafael Schwarzstein.

Ralf Hoppen, viele Jahre der „Mann für alle Fälle“ und Vorsitzender der Festivalfreunde, die für die gesamte Festivalabwicklung verantwortlich sind, wurde abgelöst von Manfred Stadler. Ralf Hoppen bleibt dem Festival aber freundschaftlich verbunden. Künstlerische Leiterin aber bleibt die Gründerin des Festivals, Anette Maiburg. Sie stellte in der „Classica“-Reihe bislang Kuba, Argentinien, Venezuela, Spanien, Frankreich und Brasilien in den Fokus: „Ich hole mir die Welt an den Niederrhein.“ Maiburg ist seit vielen Jahren als erfahrene Orchestermusikern, Meisterkurs-und Hochschuldozentin, Solistin und Kammermusikerin tätig.

Schirmherr der 14. Auflage ist Landrat Hans-Jürgen Petrauschke: „Wir sind beständig auf der Suche nach attraktiven Nutzungen für das Schloss“, sagt er, „das Niederrhein-Musikfestival nimmt einen herausragenden Stellenwert als besonderer Anziehungspunkt ein.“ Und Jens Spanjer, Vorstand der Stiftung Schloss Dyck, ist erfreut, dass das Wasserschloss Dreh- und Angelpunkt des Festivals bleibt – das ist so seit 2006 –, obwohl weitere Spielstätten auch außerhalb des Rhein-Kreises ins Programm genommen wurden.

Harald Zillikens, der Bürgermeister der Gemeinde Jüchen, ist „letztmalig als Bürgermeister einer Gemeinde denn ab 1.1. 2019 sind wir Stadt“ und als Unterstützer des Festivals dabei. Ihn freut besonders, dass alle angebotenen öffentlichen und kostenfreien Proben in Jüchen (Gymnasium, Haus Katz) stattfinden. Zudem kommen Schüler aus Jüchen in den Genuss des Education-Programms. Denn ein Schulprojekt „Brasilien“ an Jüchener Gymnasium und Gesamtschule rundet das Programm ab. Und die Workshop-Daten stehen auch schon fest.

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