Jahresrückblick Neuss: Januar: Schwierige Ermittlungen bei terrorverdächtigem Neusser

Jahresrückblick Neuss: Januar: Schwierige Ermittlungen bei terrorverdächtigem Neusser

Zehn Monate von der Festnahme bis zur Anklageschrift. So lange hat es im Fall des Terrorverdächtigen aus Neuss gedauert.

Der Mann, der zum Zeitpunkt seiner Festnahme 21 Jahre alt war, soll ein mutmaßlicher Komplize eines Verdächtigen sein, der einen Anschlag in der Wiener U-Bahn geplant haben soll. Am Abend des 21. Januar hatte ein Sondereinsatzkommando die Wohnung des Neussers in Weißenberg gestürmt.

Ende November teilte Mihael Pohar, Sprecher des Oberlandesgerichtes, schließlich unserer Redaktion mit, dass eine Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf vorliegt. Der Vorwurf: Die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland und die Vorbereitung einer schweren, staatsgefährdenden Straftat.

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Die Ermittlungen sollten sich als äußerst langwierig erweisen. Unter anderem mussten zahlreiche Chat-Verläufe ausgewertet werden. Auch die Zusammenarbeit mit den österreichischen Behörden stellte sich als zeitintensiv heraus.

Eigentlich hatte der Verdächtige stets bestritten, Sympathisant der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu sein. Ein Video, auf dem der junge Mann zu sehen ist und eine Fahne des IS - andere Medien berichteten von einer Fahne der Terror-Organisation Al-Qaida - schwenkt, ließen jedoch Zweifel an dieser Aussage aufkommen.

(jasi)