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Schwarzarbeit: Zoll kontrolliert Restaurants im Rhein-Kreis

Kontrollen im Rhein-Kreis : Schwarzarbeit: Zoll nimmt illegal Beschäftigte fest

Spezialitäten-Restaurants im Rhein-Kreis waren jetzt das Ziel von Fahndern des Hauptzollamtes Krefeld. Gesucht wurde nach Menschen, die illegal beschäftigt sind oder sich illegal im Land aufhalten.

Mitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit suchten die Lokale in den Abendstunden auf und kontrollierten insgesamt zwölf dabei angetroffene Arbeitnehmer. Gegen eine Frau wurde nach Angaben der Behörde noch vor Ort ein Ermittlungsverfahren wegen illegalen Aufenthalts und illegaler Beschäftigung sowie Urkundenfälschung eingeleitet.

Sie wies sich, heißt es in einer Mitteilung des Zollamtes zur Erklärung, mit einem brasilianischen Reisepass aus. Ihr Aufenthaltstitel war allerdings bereits seit Anfang 2020 abgelaufen und der mitgeführte portugiesische Führerschein gefälscht. So musste die 24-jährige Brasilianerin vorläufig festgenommen werden. Sie kam in Polizeigewahrsam. Das zuständige Ausländeramt hat die weiteren Ermittlungen übernommen und wird über den Verbleib der Frau entscheiden.

Ein weiterer Arbeitnehmer wies sich mit einer Kopie seines spanischen Aufenthaltstitels aus. Den Beamten erklärte er, das Original verloren zu haben. Allerdings konnte er auch keine schriftliche Verlustmeldung vorlegen. Außerdem war er im Besitz eines gambischen Reisepasses ohne entsprechenden Aufenthaltstitel für Deutschland. Der Reisepass des 28-Jährigen wurde einbehalten, eine Passersatzbescheinigung wurde ausgestellt und auch in diesem Fall das zuständige Ausländeramt eingeschaltet.

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Brasilianische und gambische Staatsangehörige, erklärt der Zoll den Hintergrund, benötigen als „Drittstaatsangehörige“ bereits für die Einreise und den Aufenthalt sowie für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland einen Aufenthaltstitel.

(NGZ)