Schützenlust Neuss applaudiert ihrem Adjutanten André Uhr

Schützenlust Neuss : Schützenlust applaudiert André Uhr

Adjutant führte die Schützenlust „hervorragend“. Korps traf sich zur Manöverkritik.

Neuss. Einem Duo, das ansonsten nicht im Mittelpunkt steht, galt die ungeteilte Aufmerksamkeit der Schützenlust-Chargierten: Adjutant André Uhr und Stephan Parsch. Beide hatten gemeinsam das größte Neusser Korps zum Schützenfest „hervorragend“ über den Markt geführt. Großer Beifall.

Adjutant André Uhr (r.) vertrat zum Schützenfest den Schützenlust-Major. Unser Archivfoto zeigt Uhr mit Ex-König Georg Martin. Foto: Ludger Baten

Ende August musste Uhr seinen „Chef“, Major Ingo Sonnenberg, vertreten, der nach einem Bandscheibenvorfall nicht aufs Pferd steigen konnte. Zum kommissarischen Adjutanten rückte Stephan Parsch auf. Dem Duo dankten nun die Chargierten, die sich zur nachschützenfestlichen Manöverkritik zusammen gefunden hatten. Inzwischen hat Sonnenberg erklärt, dass er im März aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden und Majors kandidieren wird.

Zur Manöverkritik zeigte sich Ingo Sonnenberg in der Leitung souverän. Er begrüßte Sieger Frank Westphal und Ehrenmajor Herbert Geyr, der von seinen „Schützenlüstlingen“ gefeiert wurde. Für Sonnenberg ist das Korps bei allen Umzügen und Veranstaltungen adrett und „im wesentlichen sehr gut und diszipliniert“ aufgetreten. Auch 22 Großfackeln aus Reihen der Schützenlust hätten zur Attraktivität des Fackelzuges beigetragen. Ein Dank ging an Ex-Schützenkönig Christoph Napp-Saarbourg, der die Musik für den achten Marschblock „hervorragend organisiert“ habe.

Der Abend der Manöverkritik gehört aber bei der Schützenlust traditionsgemäß dem Hauptmann. Karlheinz Ackermann aus dem Zug „Frischlinge“ führte humorvoll und sehr unterhaltsam durch sein Strafenbuch. Anhand der Paradebilder aller Züge erläuterte und begründete der Hauptmann jede einzelne Strafe. Für Uniformfehler, unsauberes Marschieren oder Fehlen bei Umzügen kamen so Strafen in Höhe von insgesamt 5297,50 Euro zusammen, was einem Betrag von 55,44 Euro je Zug oder 3,01 Euro je Marschierer entspricht.

Die Führungsfrage wurde auf der Chargiertenversammlung nicht diskutiert. Alle Züge waren bereits im Vorfeld über ein Rundschreiben informiert worden, dass Major Sonnenberg auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Sein Nachfolger wird auf der Jahreshauptversammlung Anfang März gewählt. Kandidaten seien noch nicht ins Auge gefasst, sagt Pressesprecher Peter Kallen. Das Verfahren laufe intern nun an.

(lue-)
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