Schützenfest in Neuss Heusgens Name auf der Königsstele

Neuss · Seit September amtiert der Diplomat Christoph Heusgen als Schützenkönig in Neuss, jetzt wurde die Regentschaft sozusagen amtlich bekannt gemacht. Dafür sorgte der Grafiker Hans-Jörg Dickmann, der für den Schützenkönig noch aus anderem Grund wichtig wird.

Jetzt ist es amtlich: Der Name der aktuellen Schützenmajestät, Christoph Heusgen (Mitte), steht auf der Königsstele in der Krämerstraße. Mit dem Regenten freuen sich (v. l.) Bruder Johannes Heusgen, Stelen-Stifter Karl-Theo Reinhart, Schützenpräsident Martin Flecken und Grafik-Designer Hans-Jörg Dickmann.

Jetzt ist es amtlich: Der Name der aktuellen Schützenmajestät, Christoph Heusgen (Mitte), steht auf der Königsstele in der Krämerstraße. Mit dem Regenten freuen sich (v. l.) Bruder Johannes Heusgen, Stelen-Stifter Karl-Theo Reinhart, Schützenpräsident Martin Flecken und Grafik-Designer Hans-Jörg Dickmann.

Foto: Ludger Baten

Geklebt, nicht graviert. Filigran und geschickt wie ein Goldschmied legte Hans-Jörg Dickmann (73) Hand an und in wenigen Sekunden hatte der Grafik-Designer aus dem Neusser Süden seinen Auftrag erfüllt: 2023 Kostenpflichtiger Inhalt Heusgen, Christoph II. – der Name der amtierenden Schützen-Majestät, Jahreszahl inklusive, ist nun auf der sogenannten Königsstele in der Krämerstraße zu lesen, auf der alle namentlich bekannten Neusser Schützenkönige seit dem Gründungsjahr 1823 verewigt sind. „Das gleicht einer amtlichen Bekanntmachung“, sagte Schützenkönig Christoph Heusgen (69), der beeindruckt zuschaute, wie flink Dickmann seinen Namenszug auf der Edelstahlstele befestigte.

Zu der kleinen Prozedur wurde König Christoph von seinem Bruder Johannes begleitet, Schützenpräsident Martin Flecken war gekommen und auch der Stifter der Stele: Karl-Theo Reinhart hat die Stele, die eine stilisierte Nachbildung der Vogelstange ist, den Neussern geschenkt. Das war im August 2006, damals war Reinhart Schützenkönig und die Stele sein Königsgeschenk. Ihr Standort ist gut gewählt. Die Krämerstraße ist eine Schützenstraße, denn viele Pflastersteine tragen den Namen von Schützen, von Sponsoren und Gönner. So bilden diese Namenssteine ihr eigenes Regiment. Zudem passiert der König mit Gefolge immer die Krämerstraße, wenn sein Weg am Schützenfest-Sonntag vom Rathaus zum Hochamt in St. Quirin führt.

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Foto: Andreas Woitschützke

Dickmann, der im Schützenlustzug „84er Spätlese“ marschiert, hat inzwischen drei Königsgeschenke geschaffen. Neben der Königsstele auch den Fahnenmast am Romaneum (2017) im Auftrag von Christoph Napp-Saarbourg sowie die Laterne (2018) auf dem Hamtorplatz für Georg Martin. Und auch für Christoph Heusgen ist Dickmann wieder aktiv, wird dessen Königsorden gestalten. Es wird dann bereits sein sechster Orden sein. Zuvor hatten sich Karl-Theo Reinhart (2005), Achim Goetz (2009), Christoph Napp-Saarbourg (2016), Georg Martin (2017) und zuletzt auch Kurt Koenemann (2019) ihm anvertraut. Die Neusser und ihre Schützen dürfen gespannt sein.

(lue-)
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