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Neuss: Schützenfenster ist eingebaut

Neuss : Schützenfenster ist eingebaut

Das Neusser Schützenfenster, gestiftet von der Mediengruppe RP, ist fertig. Gestern wurde es vom Mönchengladbacher Glasgestalter Rudolf Pongs über der Eingangstür des Schützenmuseums eingebaut.

Auf das Augenmaß von Rudolf Pongs ist Verlass. "Das passt genau", sagt er schon zuversichtlich, als das Neusser Schützenfenster noch im Transporter lagert und sein Mitarbeiter Sven Schmitz dabei ist, die alten Scheiben aus dem Rahmen zu lösen. Und er behält Recht: Als der große Augenblick kommt, das in Bleiverglasung gearbeitete Fenster in den alten Holzrahmen des Oberlichts am Eingang zum Schützenmuseum einzupassen, klappt das wie am Schnürchen.

So sieht das Schützenfenster aus. Foto: Woitschützke

Somit ist die wichtigste Voraussetzung erfüllt, um am kommenden Samstag die Übergabe eines Geschenks zu feiern, das die Mediengruppe RP der Stadt Neuss macht. Die Einladung an Karl Hans Arnold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mediengruppe, als Ehrengast beim Schützenfest dabei zu sein, ist der Anlass für die Stiftung des Neusser Schützenfensters, dessen Entwurf vom Neusser Künstler Heribert Münch stammt.

Für Ausführung und Einbau ist die Glaswerkstatt von Rudolf Pongs in Mönchengladbach verantwortlich. Und sowohl dem Werkstattinhaber wie seinem Mitarbeiter Schmitz stehen nun, wo das Fenster passgenau sitzt, Freude und Erleichterung über die gelungene Arbeit ins Gesicht geschrieben.

Die alten Scheiben mussten zwar mit der Kraft von Hammer und Keil gelockert werden, aber mit ein bisschen Drücken und Klopfen gaben sie schließlich nach. Die Mittelstrebe machte es dem Kunstglaser Schmitz einfacher: Sie war oben und unten verzapft, musste nur in der Mitte durchgesägt werden. "Für mich ist die Arbeit ein Schmankerl", sagt er lächelnd, "sonst arbeite ich immer an großen Kirchenfenstern."

Auch Horst Thoren, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, ließ sich den denkwürdigen Augenblick nicht entgehen. Packte beherzt mit an, als es für einige Minuten mehr als vier Hände brauchte, um das Fenster mit Szenen vom Neusser Schützenfest in die richtige Position zu heben.

(NGZ)