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Neuss: Schützen feiern König Heinrich XII.

Neuss : Schützen feiern König Heinrich XII.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Schützenbruderschaft St. Peter und Paul wird die Königskette von Brudermeister zu Brudermeister weitergegeben.

Beim Schützenfest der Bruderschaft St. Peter und Paul kommt es in diesem Jahr zu einem denkwürdigen "Kettentausch": Reinhard Winkler aus Neuenbaum wird am Sonntag am Ende der Festmesse die Königskette an Brudermeister Heinz Meuter aus Rosellerheide übergeben – und im Gegenzug als dessen Stellvertreter die Brudermeisterschaftskette übernehmen.

Damit sich Winkler in diese Rolle in aller Ruhe einfinden kann, wird Oberst Marcus Parmentier die Gäste begrüßen, wenn die Schützen anschließend zum Frühschoppen mit Jubilarehrung im Festzelt Einzug halten. Parmentier wird schon am Samstag das Kommando führen, wenn das Regiment zum ersten Festzug antritt – der leider mit nur zwei gemeldeten Großfackeln nicht als Fackelzug ziehen wird.

Acht Schüsse reichten dem 52-jährigen Meuter, um vor genau sechs Wochen die Königswürde auf der Heide zu erringen. Er machte damit seinen Jägerzug "Fidele Jungens" zum ersten Mal in dessen Geschichte zum Königszug, vor allem aber Ehefrau Christel zur Königin. Sie wird die Zeichen ihrer Würde offiziell am Dienstagabend erhalten, wenn zum Schluss der vier Tage des Heimatfestes der Krönungsball gefeiert wird.

Bereits mit 15 Jahren schloss sich Meuter den "Fidelen Jungens" an und begann damit eine steile Schützenkarriere. 1980, da war er noch keine 20 Jahre alt, wurde er Bezirksjungschützenmeister, später stellvertretender Diözesanjungschützenmeister, danach Geschäftsführer des Bezirksverbandes Neuss, stellvertretender Bezirksbundesmeister und von 2001 bis 2008 Bezirksbundesmeister. Auch und vor allem aber wurde er Brudermeister auf der Heide, und das schon mit 40.

Meuter, der als Heinrich XII. in das Königsregister der Bruderschaft St. Peter und Paul eingetragen wird, wurde in der Schützentradition groß. Sein Großvater, Kaspar Jansen, war der erste Oberst nach dem Zweiten Weltkrieg, Vater Albert Meuter Schützenkönig im Jahr 1978/79 und mehr als 20 Jahre zweiter Brudermeister im Ort.

In diese Tradition reihen sich auch die Söhne Johannes und Heiner ein, die im Tambourkorps Rosellen aktiv sind und dem Jungschützenvorstand ihrer Bruderschaft angehören.

(-nau)