1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Scheibenschützen weihen Schießstand ein

Neuss : Scheibenschützen weihen Schießstand ein

Monsignore Robert Kleine übernahm als Präses der Gesellschaft die Einsegnung des neuen, frisch sanierten Schießstands "Schievedamm".

Der Stolz stand Robert Schlune ins Gesicht geschrieben: "Nach Umgestaltung und Renovierung ist das Ergebnis hervorragend; unser traditionsreicher Scheibenstand ist heute wieder in einem wunderschönen Zustand und gerüstet für die nächsten Jahrzehnte", so der Oberschützenmeister der Neusser Scheibenschützen.

Schlune erinnerte am Sonntag beim Empfang mit vielen Ehrengästen an die Historie des Schützenhauses und in diesem Zusammenhang auch an Paul Schmitz, Ehrenmitglied und langjähriger Schützenmeister: "Keiner hat sich für die Erhaltung des Schießstandes so engagiert wie er." Mit seinem Segen stellte Robert Kleine als Präses der Gesellschaft nicht nur das Haus, sondern auch die Menschen, die dort ein- und ausgehen unter den Segen Gottes. Alles, was in diesem Haus geschehe, solle dem Glauben und der Freundschaft dienen. Der Freundschaft unter allen allen Gästen; vor allem aber auch unter den Schützen aller Korps, sagte Kleine.

Genau 120 Jahre nach der Errichtung eines Schießstandes und 60 Jahre nach der ersten Sanierung haben die Scheibenschützen gestern den bekannten "Schievedamm" wiedereröffnet. Zweieinhalb Jahre hat es gedauert, haben Mitglieder mehr als 1600 Arbeitsstunden investiert, waren Handwerker professionell am Werk und hat die Sparkasse Neuss im Rahmen ihres Engagements als Bürger-Bank das Unternehmen "Hausputz" finanziell unterstützt. "Die Sanierung war mehr als überfällig", berichtet Baptist Müller-Loevenich, der als "Bauleiter" zusammen mit dem Architekten Mathias Ahlfs die Arbeiten koordinierte, "alles war in die Jahre gekommen, entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen, war zu unpraktisch geschnitten und auch nicht mehr einladend."

Das hat sich nun völlig verändert. Ein etwa 150 Quadratmeter großer Saal in hellem Weiß stellt den neuen Eingangsbereich dar. Schlanke Stahlsäulen statt alter Mauern tragen die Deckenkonstruktion; die Abgrenzung als saubere Trennung zum Schießbereich hat eine helle Wand mit großen Sichtfenstern bekommen. "Das haben wir bewusst gemacht", sagt Müller-Loevenich, "denn die Schützen im vorderen Aufenthaltsbereich sollten weiterhin die Schießwettbewerbe so gut wie möglich mitbekommen."

Klima, Elektro- und Sanitäranlagen sind auf dem neuesten Stand, in der Decke lassen dimmbare Leuchten je nach Anforderung entsprechendes Licht zu. Denn der Saal soll für für Feiern aller Art genutzt werden können, zumal er auch von außen einen ansprechenden Verputz bekommen hat. Dementsprechend fiel das Kompliment von Landrat Hans-Jürgen-Petrauschke aus: "Der ,Schievedamm' ist wieder zu einer tollen Einrichtung geworden und damit eine gute Vorbereitung auf das künftige Jubiläum der Scheibenschützen", sagte er.

(NGZ/EW)