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Saskia Karbowiak aus Neuss: Warum ich gerne in der Nordstadt wohne

Leben auf der Neusser Furth : Warum ich gerne in der Nordstadt wohne

Saskia Karbowiak (23) wohnt schon ihr ganzes Leben auf der Furth. In ihrer „Heimatstraße“ fühlt sie sich besonders wohl. Was ihr besonders gefällt?

Der Neusser Norden hat mehr zu bieten, als manche zunächst denken. Schöne Alleen, Erholungspark und den Stadtwald, der für einen ausgiebigen Spaziergang einlädt. Hört man von der Furth, denken einige zunächst wahrscheinlich nicht, dass es auch dort grüne Straßen mit schönen Stadt- und Einfamilienhäusern gibt. Doch weit gefehlt!

 „Sie hat Stil, liegt ruhig und eignet sich ziemlich gut zum Wohnen“, sagt Saskia Karbowiak über die Jostenallee.
„Sie hat Stil, liegt ruhig und eignet sich ziemlich gut zum Wohnen“, sagt Saskia Karbowiak über die Jostenallee. Foto: Saskia Karbowiak

Mein Name ist Saskia Karbowiak, ich bin 23 Jahre alt und lebe schon mein ganzes Leben in der Nordstadt. In meiner „Heimatstraße“, der Jostenallee, fühle ich mich ziemlich wohl, denn sie hat Stil, liegt ruhig und eignet sich meiner Meinung nach ziemlich gut zum Wohnen. Das Schöne an der Jostenallee sind die vielen Bäume, die uns im Sommer jeden Tag eine tolle Aussicht ins Grüne bescheren. Doch auch die gute Anbindung in die Innenstadt und an die Nachbarstädte Düsseldorf und Köln sind definitiv von Vorteil – mehr als zehn Minuten wartet man hier in der Regel selten auf den Bus. Zum Neusser Hauptbahnhof benötigt man beispielsweise mit dem Bus von der Haltestelle „Wilhelmstraße“ aus etwa fünf Minuten.

 Ein „Frühlingsküken“ aus dem Jröne Meerke.
Ein „Frühlingsküken“ aus dem Jröne Meerke. Foto: Saskia Karbowiak
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Dem Pfingststurm „Ela“ aus dem Jahr 2014 haben wir es zu „verdanken“, dass der Jostensbusch, der direkt an die Jostenallee angrenzt, zu einem großen Spielplatz geworden ist. Im Sommer sitzen zahlreiche Familien hier, viele mit Eisbechern aus dem nahegelegenen Goldeiscafé, und verbringen schöne Stunden mit ihren Kindern.

Besonders gern gehe ich mit meiner Mutter oder meinem Freund im „Jröne Meerke“ spazieren, fernab von Autoverkehr und Großstadtfeeling. Jröne Meerke ist Neusser Platt und bedeutet übersetzt „Grünes Meerchen“. Dort kann man sich entspannt den Kopf frei spazieren – oder auch laufen. Das Jröne Meerke wird von vielen Joggern für ein paar Runden um den See gerne genutzt, denn aufgehalten wird man dort höchstens durch ein paar vorbeilaufende Gänse. Und das kommt auch nicht allzu oft vor, denn die Gänse sind in der Regel so freundlich und gehen auf die Seite, wenn man angelaufen kommt. Besonders schön ist es dort im Frühling, wenn die Küken schlüpfen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell die Kleinen wachsen, wenn ich einen Spaziergang oder einen Lauf im Jröne Meerke mache. Ein- bis zweimal die Woche bin ich meistens dort und jedes Mal habe ich im Frühling das Gefühl, die Küken sind viel größer geworden, obwohl ich sie erst vor drei Tagen zuletzt gesehen habe.

Doch auch der Stadtwald bietet sich gut für einen Spaziergang oder Lauf an. Neben Spaziergängern und Läufern sind Fahrradfahrer ebenso stark vertreten, denn von der Morgensternsheide aus führt der Stadtwald direkt in die Nähe der Innenstadt. Über den Eselspfad kann man allerdings genauso gut fahren, so hat man es auf einer gemütlichen Tour etwas ländlicher und ruhiger. Rennradfahrer, darunter auch mein Freund Sven und ich selbst, nutzen häufig die Bauerbahn, um aufs Land hinaus zu fahren, denn Waldboden oder andere Off-Road-Wege eignen sich für die dünnen Reifen nicht besonders gut.

Einen Besuch wert ist meiner Meinung nach auch das Kolpingviertel, dort findet man ruhige Straßen mit viel Grün und toller Architektur. Die Geschichte des Kolpingviertels und dessen Architektur geht bis zum Beginn des 20. Jahrhundert zurück. Meiner Meinung nach ist auch das Kolpingviertel immer einen Spaziergang wert.