Rotarier Joachim Goetz aus Neuss startet in Rom Europa-Initiative mit

Rotary International mit Europa-Beauftragtem aus Neuss : Neusser gestaltet Startkongress für Europa-Initiative in Rom mit

Den europäischen Gedanken in den Köpfen der Menschen bewusst werden lassen – diesem Ziel dient eine Initiative von Rotary, die jetzt in Rom gestartet wurde.

Mit dabei ist der Neusser Joachim Goetz, der zu den Unterzeichnern des Manifestes gehört: „Rotary und die Europäische Union (EU) haben viele Gemeinsamkeiten und können sich heute gegenseitig in ihren Idealen unterstützen.“ Es gehe darum, über Werte wie Dienstbereitschaft, Toleranz, Nachhaltigkeit und Identität die Gesellschaft zusammen zu halten.

Dazu wollen Rotarier aus den sechs EU-Gründerstaaten – Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande – einen Beitrag leisten und vor allem die nachrückende Generation einbinden. Schon bald sollen Rotaracter (Mitglieder der Nachwuchsorganisation) und junge Rotarier die Chance erhalten, am Aufbau des „European Solidarity Corps“ mitzuwirken und Einblicke in die Arbeit der EU-Institutionen (Parlament, Kommission, Rat) zu erhalten.

Der erste Rotary Club (RC) wurde vor mehr als 110 Jahren in den USA gegründet. Heute zählt die Bewegung weltweit 1,2 Millionen Mitglieder; 55.000 von ihnen sind in Deutschland in mehr als tausend Clubs organisiert. Sie alle haben sich der Völkerverständigung verschrieben, gewähren humanitäre Hilfen, organisieren global den größten privat finanzierten Jugendaustausch und treten für Menschenrechte ein.

Im Rhein-Kreis sind sechs Clubs beheimatet: Neben dem RC Neuss, dem Joachim Goetz seit 1992 angehört, noch der RC Dormagen, RC Grevenbroich, RC Kaarst-Korschenbroich, RC Meerbusch und RC Meerbusch-Büderich. Goetz, Jahrgang 1953 und beruflich zuletzt als Partner beim Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young engagiert, ist ein erfahrener Rotarier. Er war Präsident in Neuss und 2015/16 Govorner im rotarischen Distrikt, in dem fast 80 Clubs zusammengeschlossen sind.

Der Deutsche Governorrat hat Goetz zum Europa-Beauftragten bestellt. Seine Arbeit begann mit dem Rotary-Tag in Rom erst; jetzt muss unter dem Stichwort „Rotary4Europe“ aus einer Initiative Realität werden. Dazu will Rotary als Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) mit den Führungsgremien der EU ebenso zusammenarbeiten wie mit den Regierungen und Parlamenten der Gründerstaaten.

Geplant sind vor allem Seminare für junge Menschen in Brüssel, aber auch in anderen Städten, in denen wichtige europäische Verträge geschlossen wurden – wie Rom, Maastricht oder Berlin. Die Finanzierung, so die Initiatoren, müsse über die Rotarier aus diesen sechs Nationen erfolgen. Goetz: „Ich bin froh, dass ich an dieser Initiative mitarbeiten darf.“

(lue-)
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