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Neuss: Romaneum wird früher fertig

Neuss : Romaneum wird früher fertig

Einen Monat früher als vorgesehen soll das Bildungshaus fertig sein. Das bietet einen hochmodernen Musiksaal und einen atemberaubenden Blick auf das Quirinusmünster. Letzterer leider nicht für alle.

Am Dienstag ging es für die Besucher noch durch den Lieferanteneingang ins Romaneum. Wenn in weniger als drei Monaten das neue Bildungshaus auf dem ehemaligen Busbahnhof der Stadt übergeben wird, ist auch der Haupteingang fertig.

Dort hängt schon auf der linken Seite die Gedenktafel des Gebäudes mit dem Datum der Grundsteinlegung am 30. April 2010. Weiter drinnen im Foyer ruhen die Zeugnisse der Neusser Vergangenheit noch unter Planen, die wichtigsten archäologischen Funde aus dem 13. bis 16. Jahrhundert, die auf dem Busbahnhof gefunden wurden, werden erst zur Eröffnung aufgedeckt.

Diese Darstellung ist eine von zwei Standorten, die außergewöhnliche Aus- und Einblicke erlauben. Nummer zwei ist für die breite Öffentlichkeit nicht zugänglich: Die große Außenterrasse im Staffelgeschoss, dort, wo die Verwaltung ihre Räume hat. "Die Aussicht ist der Star", sagt Christoph Hölters, der neue Planungsdezernent der Stadt. Von dort aus ist ein wunderbarer Blick auf die Basilika St. Quirin möglich, ähnlich wie aus der Pegelbar im Hafen. Die Terrasse lädt förmlich zum Verweilen bei einem Kaffee oder Kaltgetränk ein — leider verboten, "aus bauordnungsrechtlichen Gründen", sagt Armin Krüger, Chef des Gebäudemanagements.

Zum neuen Jahr hin soll das Romaneum nicht nur fertig, sondern auch eingeräumt sein. Dann wird das Bildungshaus die Volkshochschule, die Musikschule und die Fernuni unter einem Dach beheimaten. Die Aufteilung der Räume ist so geregelt: Auf einer Nutzfläche von 7500 Quadratmetern wird die VHS 28 Räume erhalten, die Musikschule 25 sowie die Fernuni vier.

19 Räume sind die gemeinsame Nutzung vorgesehen. Im dritten Obergeschoss befindet sich die Verwaltung, dort kleben auch bereits die Tapeten an den Wänden. Im ersten und zweiten Obergeschoss liegen die Unterrichtsräume, im Erdgeschoss die Räume für Vorträge und Konzerte. Verbunden sind die Etagen durch ein lichtdurchflutetes Treppenhaus mit einem Glasdach in 25 Metern Höhe.

In dem Veranstaltungs- und Musiksaal mit Platz für 199 Besuchern wurde von Experten eine aufwendige Akustik eingebaut. Überhaupt: Für das Gebäude, in dem Geräusche (von Musikinstrumenten) ebenso berücksichtigt werden müssen wie Stille (für Vorträge), wurde vom Aachener Institut für Akustische Signalanalyse wertvolle Arbeit geleistet. Daher gibt es dort auch einige Räume mit parallel stehenden Wänden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Neuss: Einblicke ins Romaneum

(NGZ)