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Neuss: RLT-Gesprächsreihe startet mit NRW-Ministerin

Neuss : RLT-Gesprächsreihe startet mit NRW-Ministerin

Im vergangenen Jahr war er noch als Gast da; jetzt wird der Medienwissenschaftler und Philosoph Matthias Burchardt die Gesprächsreihe leiten, die das RLT analog zum Spielzeit-Motto (aktuell: "kämpfen!") anbietet. Aus purer Verbundenheit zum Theater und seinem Leitungsteam um Intendantin Bettina Jahnke hat sich der in Köln lehrende und lebende Bildungsforscher zur Mitarbeit bereiterklärt: "Wir haben uns damals sofort gut verstanden", erzählt er, "und den Kontakt danach gehalten." Ihm, der zuvor mit Theater nicht viel anfangen konnte, habe sich durch die Besuche und Gespräche in Neuss ein ganz neues Feld aufgetan: "Ich bin richtig angefixt", sagt er lachend, "und finde einfach toll, was am RLT auf die Beine gestellt wird. Neuss kann wirklich stolz auf sein Theater sein."

Aus der anfänglichen Anfrage, in der Reihe mal einen Vortrag zu halten, wurde die Idee, das Gespräch zu leiten. Für Burchardt, der im Radio philosophiert und vor Studenten Vorträge hält, eine neue Erfahrung, "aber ich mache auch gerne Dinge zum ersten Mal", erklärt er. Für die dreiteilige Reihe unter dem Motto "Das Leben ein Kampf – eine Beunruhigung" mit jeweils einem Gast hat er ein dreiteiliges Konzept entwickelt.

Am Anfang geht es ihm darum, den Gast persönlich vorzustellen. So wird er beim Start der Reihe zur Frage "Wie viel Bildung erträgt der Mensch?" mit Sylvia Löhrmann die heutige NRW-Bildungsministerin nach ihren Erfahrungen aus ihrer Zeit als Lehrerin befragen. Danach will Burchardt mit einigen eigenen Gedanken das Feld bereiten für das nachfolgende Zwiegespräch mit der Politikerin. Im Kern geht es ihm dabei um die Frage, ob die Bildung heute nicht nur noch ein Wettkampf ist, der den Menschen als solchen außen vor lässt.

Nach einer Stunde wird das Gespräch für die Zuschauer geöffnet. "Natürlich weiß man nicht, was da kommt", sagt er, aber er hofft, dass es dabei "nicht nur um aktuelle Dinge geht". Da weiß er sich mit Löhrmann einig, die den Termin auch deswegen angenommen habe, "weil sie sich freut, mal grundsätzlich über das Thema Bildung nachzudenken – unabhängig von der Tagespolitik".

Info Oberstraße 95, morgen, 20 Uhr, Karten unter Tel. 02131 269933

(NGZ)