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NGZ-Freizeit-Tipp: Rheinvorland: Wo Neuss ganz vielseitig ist

NGZ-Freizeit-Tipp : Rheinvorland: Wo Neuss ganz vielseitig ist

Auf dem Rhein ist am Sonntag schwer was los: 400 Kanuten werden zwischen 11 und 12 Uhr im Rahmen der Kanu-Rallye NRW Neuss passieren und mit ihrem Wettkampf den Zeitplan der Wassersportvereine etwas in Unordnung bringen, die es ihrerseits auf den Rhein zieht.

Doch mit Rücksicht auf die Kanuten starten sie nun erst um 12.30 Uhr mit ihrem Anfahren in die Saison. Danach ist bis weit in den Herbst hinein jeden Abend und vor allem an den Wochenenden Betrieb — und der Sporthafen ein lohnendes Ausflugsziel.

Vater Rhein passiert die Stadt auf einigen Kilometern Länge. Und auf diesen Stromkilometern reihen sich viele schöne Flecken aneinander, wo man seine Freizeit in der Natur begehen kann. Das fängt im Süden mit dem Naturschutzgebiet an im Uedesheimer Rheinbogen an und hört mit den breiten Wiesen unterhalb der Hammer Eisenbahnbrücke auf.

Leicht lassen sich mehrere Ziele am Rhein miteinander kombinieren, und wer sich von der Rheinlinie löst, entdeckt auch in zweiter Reihe Interessantes. Die Rekonstruktion des Limesturmes auf dem Reckberg. Oder den Rheinpark, Ergebnis der Euroga 2002+.

Spielwiesen gibt es dort und einen Bolzplatz, auf dem die Stadt demnächst Tore aufstellen will. Boulebahnen wurden angelegt und kürzlich eine schon länger gewünschte Hundewiese gekennzeichnet. Ein Erlebnis ist der Park in Frühling und Sommer. 56 blühende Kräuter- und Blumenarten wurden dort schon kartiert. Den schönsten Blick darauf genießt, wer sich in den südöstlichen Zipfel des Parks begibt. Dort, schon in Sichtweite zum Sporthafen, bietet sich von erhöhter Warte aus auch ein schöner Ausblick auf den Rhein. Auch ein Tipp für das Anfahren am Sonntag.

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Die Idee, mit einem gemeinsamen Anfahren aller sechs Vereine im Sporthafen und der Wasserrettungsorganisationen in die Saison zu starten, ist 30 Jahre alt. Damals hatten sich die Wassersportler in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, die beinahe ebenso lange auf ein gemeinsames Wassersportzentrum hinarbeitet. Das soll in diesem Jahr auf dem Sandhofsee Gestalt annehmen. Doch auch danach bleibt es dabei: Die Saison beginnt im Sporthafen. Schon der Atmosphäre wegen.

(NGZ)