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Neuss: Rheintorklinik in Ranking auf Platz eins

Neuss : Rheintorklinik in Ranking auf Platz eins

Die Neusser Rheintorklinik erreicht in einer aktuellen Studie Bestnoten. In allen Kategorien lässt das Neusser Krankenhaus, das auf Orthopädie und Neurochirurgie spezialisiert ist, die Konkurrenz aus dem Rheinland hinter sich.

Die Rheintorklinik gehört zu den Spitzenkrankenhäusern in Nordrhein-Westfalen. Das ist das Ergebnis einer Patientenbefragung der Krankenkassen AOK und Barmer. Sie zeigt: Die Neusser Rheintorklinik liegt im Ranking weit vorn.

"Wir sind stolz auf das Ergebnis", sagt Klinikleiterin Nicole Rohde, die als Grund für den Erfolg die "Behandlung aus einem Guss" anführt, die durch die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten entstehe. Weiterer Faktor ist die Größe des Krankenhauses. Die Rheintorklinik ist keine "Bettenburg"; 1800 Patienten betreut die Einrichtung jedes Jahr stationär, dazu kommen 800 ambulante Fälle. "Das macht es auch für uns einfacher, Abläufe zu optimieren", sagt Rohde. Sie bestärkt ihre Mitarbeiter darin, Verbesserungsvorschläge zu machen, sich einzubringen. "Das kommt den Patienten zugute", sagt die Diplom-Kauffrau. "Sie merken, wie sehr wir uns bemühen."

Das zeigt auch die Auswertung der Studie, bei der die Patienten zu verschiedenen Bereichen des Krankenhauses befragt wurden. Im Vergleich mit anderen Krankenhäusern aus dem Rheinland liegt die Neusser Klinik vorn: Platz eins bei der "Pflegerischen Betreuung", ebenso bei der "Ärztlichen Versorgung". Auch bei der Frage nach der Qualität von Organisation und Service erreicht die Rheintorklinik Bestnoten. Nur in einer Kategorie schafft es die Neusser Einrichtung nicht auf Platz eins — bei der Frage nach der Weiterempfehlung liegt sie auf Rang zwei.

Mit dem Ergebnis ist die Rheintorklinik den anderen Neusser Krankenhäusern weit voraus, wenngleich auch sie in den meisten Kategorien zwar nicht spitzenmäßig, aber dennoch gut abschneiden. Mit in der Bewertung sind aus Neuss das Johanna-Etienne- und das Lukaskrankenhaus. Im Ranking liegen sie zwar in allen Bereichen weit hinten — zum Beispiel schafft bei der "Ärztlichen Versorgung" das Lukaskrankenhaus nur Rang 43, das Etienne sogar nur Platz 64. Doch das liegt weniger an der Qualität der Häuser, sondern an der Methodik des Rankings. Es zeigt prozentual an, wie viele Patienten die Klinik als "sehr gut" bewertet haben. Um beim Beispiel "Ärztliche Versorgung" zu bleiben: Die Rheintorklinik belegt dabei Platz eins, 91 Prozent der Patienten geben der Einrichtung die Spitzennote. Das Lukaskrankenhaus belegt zwar "nur" auf Platz 43, kommt aber auf eine Quote von 82 Prozent, was der Note "gut" entspricht. Und das Etienne — obwohl so weit abgeschlagen auf Rang 64 — ist nur einen Prozentpunkt schlechter. Die Klinik rutscht im Ranking so weit hinunter, weil sich 21 Krankenhäuser, darunter das Lukas, den Platz 43 praktisch "teilen". Dennoch zeigt das Ranking: Das Lukaskrankenhaus ist dem Etienne in allen Kategorien überlegen — wenn auch immer nur mit wenigen Prozentpunkten.

(NGZ)