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Neuss: Rheinpark-Center: Neuer Chef

Neuss : Rheinpark-Center: Neuer Chef

Michael Kropp ist noch Manager des Rheinpark-Centers. Er scheidet zum 1. April aus. Nachfolger ist Markus Haas, der früher einmal in Neuss arbeitete. Ab Freitag sind alle 140 Geschäfte geöffnet.

Herr Kropp, was überwiegt bei Ihnen im Moment: Die Nervosität, ob zum Start am Freitag alles funktioniert, oder die Freude, dass das Center endlich fertig ist?

Michael Kropp Ich freue mich sehr auf die Eröffnung. Wir hatten drei Jahre lang eine Vision vor Augen: So wird es einmal aussehen. Es war schwer, sich während der langen Bauphase das Ergebnis vorzustellen. Jetzt ist es soweit und das ist sehr zufriedenstellend. Ich gehe davon aus, dass alles klappt. Wir tun alles dafür.

Was passiert denn noch im Center, ehe am Freitag die ersten Kunden kommen?

Kropp Es wird am Abend zuvor einen offiziellen Empfang geben. Wir werden danach alles aufräumen, Möbel wieder an die richtigen Stellen setzen. Ab 4 Uhr morgens wird das komplette Center noch einmal gereinigt, damit um 8 Uhr alles sauber und fertig ist.

Das neue Center kommt, der Manager geht. Warum?

Kropp Für mich beginnt jetzt der passive Teil der Altersteilzeit-Regelung. Es ist ungewöhnlich, aber auch schön, weil ich mit der Eröffnung des Centers einen schönen Abschluss habe.

Herr Haas, wie gefällt Ihnen Ihr neuer Arbeitsplatz?

Markus Haas Ich bin vom Center absolut begeistert. Es ist ein spannender Standort. Für mich ist es ja auch eine Rückkehr, weil ich ursprünglich aus der Region komme.

Sie setzen sich quasi in ein gemachtes Nest. Macht das die Aufgabe schwieriger als wenn Sie im Vorfeld die Entwicklung hätten mitgestalten können?

Haas An der ein oder anderen Stelle schon. Aber Michael Kropp und ich haben die gleiche Schule genossen, daher arbeiten wir vom System her gleich. Das Center hätte nicht viel anders ausgesehen, wenn ich länger hier gewesen wäre. Es gibt ja im Zusammenspiel mit den Mitarbeitern und Mietern vieles zu tun und zu gestalten. Ich übernehme die Aufgabe sehr gerne und mit großer Leidenschaft.

Hat das Center den richtigen Mix? Oder fehlt noch etwas?

Haas Ich kenne viele andere Center. Das Rheinpark-Center hat einen sehr starken Branchenmix. Aktuell fehlt nichts. Was letztendlich fehlt, werden wir in Gesprächen mit unseren Kunden feststellen. Wenn etwas fehlen sollte, werden wir zusammen mit unserer Vermietungsabteilung versuchen, den Kundenwünschen zu entsprechen.

Wie ordnen Sie das neue Center in der Region ein?

Kropp Die Innenstadt von Düsseldorf ist für uns ein wichtiger Wettbewerber. In der Region gibt es kein mit uns vergleichbares Einkaufscenter...

...das Rheinpark-Center ist also einzigartig...

Kropp Zwischen Köln und Mülheim/Ruhr – ja, würde ich so sagen.

Ihr Einzugsgebiet?

Kropp Das Center wird sehr stark in die Region ausstrahlen, also in den Rhein-Kreis Neuss und nach Düsseldorf. Inwieweit Kunden aus Mönchengladbach und Krefeld kommen, müssen wir abwarten.

Die Politik ringt um eine möglichst einheitliche Linie bei den Sonntagsöffnungsterminen. Die SPD will das Center in dieser Frage von der Innenstadt abkoppeln. Wie sehen Sie das?

Kropp Wir können einen Beitrag dazu leisten, dass sich der Innenstadthandel positiv entwickelt. Wichtig ist, dass wir etwas gemeinsam machen und dies nach außen transportieren. Die Stadt hat eine stabile Einwohnerzahl und Kaufkraft, aber der Einzelhandelsumsatz ist rückläufig. Das heißt doch, die Neusser tragen ihr Geld woanders hin, geben es nicht in Neuss aus. Jetzt hat die Stadt die Chance, zusammen mit dem Center diese Kaufkraft wieder zurückzuholen. Wir bemühen uns, durch einen gemeinsamen Auftritt Synergieeffekte zu erzielen. Durch eine Trennung schneidet sich die Stadt ins eigene Fleisch.

Klaus D. Schumilas führte das Gespräch.

(NGZ)