1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Rheinkraft: 100 Jahre Sport in Gemeinschaft

Neuss : Rheinkraft: 100 Jahre Sport in Gemeinschaft

Ihr Jubiläum feierte die Deutsche Jugendkraft (DJK) Rheinkraft Neuss im Zeichen von Sport, Heimatverbundenheit und Gemeinschaft.

Die dreijährige Mayla Groß ist das jüngste Mitglied und macht in der Gruppe der Bambini-Leichtathletik mit; Magdalene Schust, geboren 1920, ist bei der Senioren-Gymnastik aktiv und das älteste Mitglied. Beide gehören der Deutschen Jugendkraft (DJK) Rheinkraft Neuss an - einem Verein, der jetzt 100 Jahre besteht. Und der dies am Samstag mit einem Festgottesdienst in der Dreikönigen-Kirche als Zeichen der Verbundenheit von Sport und Kirche, einem Empfang im Zeughaus und abendlicher Party ordentlich feierte.

Als 76 junge Männer mit Wurzeln im Dreikönigenviertel die heutige DJK Rheinkraft am 28. Juni 1914 als "Jünglingskongregation Rheinkraft" gründeten, konnten sie nicht ahnen, dass daraus ein Verein entstehen würde, der mit fast 1000 Mitgliedern nicht nur eine besondere Größe in Neuss erreicht hat, sondern auch in vielerlei Hinsicht ein Vorbild geworden ist. "Wir sind auch 100 Jahre nach der Gründung die sportliche Kraft am Rhein", sagt der heutige Vorsitzende Guido Kluth. "In kaum einem anderen Verein sind Tradition und Gemeinschaft so lebendig und werden so hoch gehalten wie bei uns."

Die soziale Komponente hat Thomas Nickel besonders beeindruckt. In seiner Funktion als Stellvertretender Bürgermeister, der die Glückwünsche der Stadt Neuss überbrachte, aber auch als Zugereister, berichtete er, dass er über den Sport in Neuss eine neue Heimat gefunden habe. Und die DJK Rheinkraft ein Vorbild in Bezug auf sportliche Erfolge, Gemeinschaft und gesellschaftliche Verantwortung geworden sei. Ein Verein, der seine Aushängeschilder in den Abteilungen Leichtathletik und Fußball habe und beispielsweise mit Beach-Volleyball und Sport für Gehörlose aufgeschlossen sei für neue Entwicklungen. "Ich habe keine Zweifel, das die DJK Rheinkraft auch in Zukunft eine bedeutende Rolle in der Stadt spielen wird", so Nickel. Wie könnte es besser passen, so Bürgermeister Herbert Napp in einem schriftlichen Grußwort, als dass der Spatenstich zum Ausbau der Ludwig-Wolker-Sportanlage, der Heimat der DJK Rheinkraft, zu einem Leichtathletikzentrum, in das Jubiläumsjahr fällt.

Stadt und Kreis seien ein tolles Umfeld für Vereine wie die DJK Rheinkraft, betonte Hermann-Josef Koch als Vertreter des Fußballverbandes Niederrhein, Grevenbroich/Neuss, der mit Peter Frymuth, Vizepräsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), Glückwünsche überbrachte.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke betonte, dass aus einem Fußballclub ein großartiger Verein geworden sei. Mit vorbildlicher Arbeit in den Bereichen Integration und Inklusion. Mit positiven Berührungspunkten, wie Thomas Lang vom Stadtsportverband und Pfarrer Christoph Stanzel vom DJK-Sportverband Köln attestierten: Die DJK Rheinkraft sei mit ihrer Einbindung und Förderung von Menschen mit unterschiedlichen Befähigungen ein moderner, zeitgemäßer Sportverein unter dem Dach der Kirche.

(ho-)