Überblick über den Rhein-Kreis Neuss Warum die Schülerzahl auf mehr als 60.000 steigt

Rhein-Kreis · Zuzüge in die Neubaugebiete sowie Zuwanderer, unter anderem aus der Ukraine, sorgen kreisweit dafür, dass die Zahl der Schüler nach Jahren die 60.000er-Marke geknackt hat. Ein Überblick.

 846 Mädchen und Jungen mehr als im Schuljahr 2021/22 besuchen aktuell eine Grundschule im Rhein-Kreis.

846 Mädchen und Jungen mehr als im Schuljahr 2021/22 besuchen aktuell eine Grundschule im Rhein-Kreis.

Foto: dpa/Uwe Anspach

Aktuell gehen im Rhein-Kreis 60.525 Mädchen und Jungen in eine Schule. Zumindest am 15. Oktober 2022 war es so. Denn der ist in jedem Jahr der Stichtag, an dem die Zahlen erhoben werden. Kreisschuldezernent Tillmann Lonnes stellte sie jetzt im Schulausschuss vor, und bemerkte, dass die Anzahl lange nicht über 60.000 geklettert sei. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zum einen ist es der Zuzug in Neubaugebiete, wie zum Beispiel im Neusser Süden, zum anderen die Zuwanderer, wie beispielsweise aus der Ukraine.

„Den Löwenanteil an der Steigerung machen die Grundschüler aus“, berichtete Lonnes. Waren es im Schuljahr 2012/22 noch 17.472 Grundschüler kreisweit, sind es im aktuellen Schuljahr 18.318, was einer Steigerung von 4,84 Prozent entspricht. Danach kommen schon die Gymnasien. Dort hat sich der Anteil um 385 Schüler erhöht, nämlich von 16.156 (2021/22) auf 16.451 (2022/23). An dritter Stelle im Ranking stehen die Gesamtschulen. Dort sind es in diesem Schuljahr 306 Mädchen und Jungen mehr als ein Jahr zuvor.

Als einzelne Schule verzeichnet prozentual übrigens den stärksten Zugang die Hauptschule in Kleinenbroich mit einem Plus von 15,6 Prozent (24 Schüler), gefolgt von der ISR mit 5,49 Prozent (52 Schüler).

An den Sekundarschulen ist der Trend weiterhin rückläufig. Grund dafür ist die auslaufende Schule in Neuss. Auch an den Förderschulen des Rhein-Kreises ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen, aber nur, wenn man sie in ihrer Gesamtheit sieht. Denn die drei mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ verzeichnen einen Anstieg um 3,3 Prozent, die Michael-Ende-Schule in Reuschenberg (Schwerpunkt Sprache) sogar einen um 7,1 Prozent.

An den Berufskollegs zeigt sich bei den Bildungsgängen der Berufsschule (duales System) ein Rückgang von 75 Anmeldungen, während die Vollzeitbildungsgänge mehr Zuspruch finden – immerhin 83 Anmeldungen mehr. Am erzbischöflichen Berufskolleg gingen die Schülerzahlen um 11,4 Prozent zurück.

(goe)