Berufsorientierung im Rhein-Kreis Neuss Das zdi-Netzwerk wird immer digitaler

Neuss · Wegen der Corona-Pandemie wurden 2020 viele Veranstaltungen statt in Präsenzform als Digital- oder Hybridformat angeboten. Das wird auch im kommenden Jahr so sein. Das Netzwerk profitiert dabei von Lehren aus dem Corona-Jahr.

 Das zdi-Netzwerk wurde mit dem Qualitätssiegel 2020/21 ausgezeichnet. Robert Abts, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss, Projektleiterin Katharina Beckmann und Kreisdirektor Dirk Brügge (r.) nahmen die Auszeichnung entgegen.

Das zdi-Netzwerk wurde mit dem Qualitätssiegel 2020/21 ausgezeichnet. Robert Abts, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss, Projektleiterin Katharina Beckmann und Kreisdirektor Dirk Brügge (r.) nahmen die Auszeichnung entgegen.

Foto: D. Staniek/Rhein-Kreis Neuss

Für das zdi-Netzwerk im Rhein-Kreis Neuss war 2020 ein herausforderndes Jahr. Das Kürzel „zdi“ steht für „Zukunft durch Innovation“, das Netzwerk hat es sich zum Ziel gesetzt, bei Schülern die Begeisterung für Fächer und Berufe im sogenannten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu wecken. Und da hat Corona für eine Art Quantensprung gesorgt. Denn gleich eine ganze Reihe der Angebote wurden statt als Präsenzveranstaltung kurzerhand digital durchgeführt, inklusive Anpassung des pädagogischen Konzepts. Robert Abts, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss, betont, dass man dabei landesweit sogar eine Vorreiterrolle innehatte: „Wir haben am 14. April als erstes zdi-Netzwerk in NRW eine Präsenzveranstaltung in ein digitales Format übertragen. Damit waren wir Vorbild im Land.“

Insgesamt wurden 56 Kurse und Workshops in diesem Jahr vom zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss angeboten, davon 14 als Hybrid- beziehungsweise Online-Format. Erreicht wurden damit 400 Schüler. Das ist zwar deutlich weniger als in den Vorjahren, aber auch Corona geschuldet. Denn bei den Präsenzveranstaltungen waren wegen Hygiene- und Schutzmaßnahmen deutlich weniger Teilnehmer zugelassen, auch online mussten die Kapazitäten beschränkt werden, um die Inhalte möglichst gut vermitteln zu können. „Und es sind zum Beispiel die Roboter-Wettbewerbe mit dem Regionalentscheid, der sonst als Präsenzveranstaltung alleine rund 100 Teilnehmer und mehr lockt, weggebrochen“, sagt Abts. Unterm Strich könne man daher mit dem zdi-Jahr trotz Corona und der Schwierigkeiten, die die Pandemie in der Wissensvermittlung mitbrachte, zufrieden sein.

Zumal man auf den Erfahrungen, die 2020 gesammelt wurden, aufbauen kann. Projektleiterin Katharina Beckmann plant für 2021 mit rund 30 Kernformaten pro Halbjahr. „Etwa 60 bis 80 Prozent davon werden wir als Hybrid- oder Digitalformat anbieten“, sagt Beckmann. „Würden wir in Präsenz planen, würde das mit Blick auf Corona ein erhöhtes Absage-Risko bedeuten, und das möchten wir vermeiden.“ Die Umsetzung der Veranstaltungen in diesem Jahr diene dabei als Vorbild. „Wir haben, auch dank unserer sehr engagierten Dozenten, der mitwirkenden Schulen und zdi-Partner, gesehen, wie gut Digital- und Hybridformate funktionieren“, betont Robert Abts.

Für 2021 stehen auch neue Angebote auf dem Programm. Zwei Beispiele, die es im ersten Halbjahr geben soll: Bei „Mit dem Roboter ,Pepper’ im Einsatz“ wird sich alles um das Programmieren virtueller Maschinen sowie die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) drehen, außerdem werden Gamedesign, Game Art und Programmierung unter dem Arbeitstitel „Spieleentwicklung mit der Entwicklungsumgebung Unity“ in den Blick genommen. Für seine erfolgreiche Arbeit – insbesondere während der Corona-Pandemie – ist das Netzwerk gerade erst mit dem zdi-Qualitätssiegel 2020/21 ausgezeichnet worden.

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