Rhein-Kreis Neuss: Regionales Bildungsnetzwerk startet am 1. August 2019

Kooperation zwischen Land und Rhein-Kreis Neuss : Regionales Bildungsnetzwerk startet am 1. August

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) haben am Montag in Neuss die Kooperationsvereinbarung zur Schaffung eines „Regionalen Bildungsnetzwerks“ für den Rhein-Kreis unterzeichnet.

Damit kann das Bildungsnetzwerk im Kreis zum 1. August starten (Gebauer: „Was lange währt, wird endlich gut“), Landrat und Ministerin kommen dem Ziel, die Bildungs- und Beratungssysteme für Kinder und Jugendliche im Kreis besser zu verzahnen, näher. Gebauer betont, dass man mit den Regionalen Bildungsnetzwerken andernorts gute Erfahrungen gemacht habe. Der Erfahrungsschatz ist durchaus groß: Es ist das 51. Netzwerk solcher Art in NRW.

Allerdings muss das, was am Montag mit Tinte auf Papier besiegelt wurde, fortan mit Leben gefüllt werden. „Das Regionale Bildungsnetzwerk soll alle Akteure der Bildungslandschaft im Rhein-Kreis Neuss einbinden und einen Beitrag zu einer bestmöglichen Bildung für alle Kinder und Jugendlichen leisten“, erklärt Petrauschke. „Bildung ist der Schlüssel für eine berufliche Ausbildung und ein selbstbestimmtes Leben.“ Das Ziel müsse sein, dass alle jungen Menschen eine Berufsausbildung oder ein Studium abschließen. „Wir wollen niemanden in jungen Jahren bereits an Hartz IV verlieren“, sagt Petrauschke.

Gebauer ist überzeugt, dass beste Bildung dann gelingt, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen. Das solle im Verbund zwischen Land, Kreis und Kommunen geschehen – aber nicht nur. „Einen Schwerpunkt legen wir dabei auf die Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Partnern.“ Zur Umsetzung werden anderthalb Stellen beim Kreis geschaffen (Kosten: circa 75.000 Euro), das Land stellt zusätzlich eine Stelle für pädagogisches Personal zur Verfügung.

Der beim Rhein-Kreis zuständige Dezernent Tillmann Lonnes betont, dass im Netzwerk drei Schwerpunkte gesetzt werden sollen. Erstens: eine zwischen den Kommunen und dem Kreis abgestimmte, gemeinsame Schulentwicklungsplanung. Zweitens: die Stärkung der Qualität in der OGS. Und drittens die individuelle Förderung von Schülern mit außerschulischen Partnern wie zum Beispiel Volkshochschule, Musikschule oder Sportvereinen.

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