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Rhein-Kreis Neuss: Mutmaßlicher Einbrecherbande festgenommen

Mehr als 30 Taten : Mutmaßliche Einbrecher-Bande gefasst

Die Polizei hat zwei Personen festgenommen, die in Verdacht stehen, für mehr als 30 Straftaten – darunter viele Einbrüche im Rhein-Kreis Neuss – verantwortlich zu sein. Zudem soll es drei Mittäter geben. Der Schaden: rund 100.000 Euro.

Sie nutzten die Abwesenheit von Hauseigentümern aus, verschafften sich Zugang zu Gebäuden, verwüsteten sie, stahlen Schmuck, Geld, Unterhaltungselektronik und Autos. Der Schaden: rund 100.000 Euro. Für mehr als 30 Taten sollen die zwei Verdächtigen verantwortlich ein, die das Kriminalkommissariat 14 der Polizei im Rhein-Kreis Neuss jetzt ermitteln konnte. Die beiden mutmaßlichen Haupttäter (22 und 21 Jahre) sitzen in Untersuchungshaft und sollen einen Teil der Taten bereits gestanden haben. Für drei mutmaßliche Mittäter – ein 22-Jähriger und zwei 17-Jährige – reichten die Haftgründe nicht aus.

Die beiden Festgenommenen sollen für Einbrüche in Neuss, Mettmann, Viersen und Pulheim verantwortlich sein, den Großteil der Taten sollen sie jedoch in Dormagen begangen haben – wo die fünf befreundeten jungen Männer aufgewachsen sind, wie Kriminalhauptkommissar René Pampel am Montag mitteilte. Der 22-Jährige – einschlägig vorbestraft und auf Bewährung – wohne jedoch mittlerweile im Kreis Viersen.

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Erste Hinweise auf das Duo erhielt die Polizei im März dieses Jahres. „Diese waren aber noch sehr vage“, sagt Pampel. Doch im Mai sollte die Ermittlungskommission „Mobilis“ dann konkrete Hilfe aus Mettmann bekommen. Aus der dortigen Polizeibehörde hatten die Ermittler Hinweise auf einen Verdächtigen bekommen, der sich in seinem Freundeskreis mit diversen Einbrüchen gebrüstet haben soll. Er habe sich als Postbote verkleidet, um in Hausflure zu kommen, soll er geprahlt haben. Im Laufe der Ermittlungen konnte der Verdacht nicht nur gegen die zwei Hauptverdächtigen, sondern auch die drei weiteren Tatverdächtigen erhärtet werden. Um den jungen Männern auf die Schliche zu kommen, wurden unter anderem Telefone abgehört.

Die Tätergruppe war im Besitz von zwei hochwertigen Fahrzeugen, die in Dormagen und auf einem Neusser Firmengelände mitsamt Originalschlüsseln gestohlen wurden. Die Verdächtigen sollen zwar verunsichert gewesen sein, als die Polizei die Fahrzeuge unbemerkt sicherstellte, Verdacht sollen sie jedoch nicht geschöpft haben. Zwar hat die Polizei im Rahmen der Durchsuchungen Diebesgut gefunden, „wir gehen jedoch aus, dass Teile der Beute verkauft wurden. Schmuck dürfte zum Beispiel zeitnah nach den Taten versetzt worden sein“, so Pampel. Für die Polizei ist der Fall mit dem Ermittlungserfolg noch nicht abgeschlossen. „Wir sind zuversichtlich, dass in Folge der Ermittlungen nach den Festnahmen weitere Taten geklärt werden können“, sagt Konrad Goliasch, Erster Kriminalhauptkommissar.