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Rhein-Kreis Neuss: Kassen weisen Klinik-Kritik an Hygieneförderung zurück

Krankenhäuser im Rhein-Kreis Neuss : Hygieneförderung: Kassen weisen Kritik zurück

Die Krankenkassen kommen auch im Rheinland ihren finanziellen Verpflichtungen im Bereich der Hygieneförderung gegenüber den Krankenhäusern nach. „Wir zahlen nicht schleppend aus“, sagt Sigrid Averesch-Tietz.

Die Sprecherin für den Verband der Ersatzkassen (vdek), Landesvertretung NRW, weist Vorwürfe aus Reihen der Krankenhäuser zurück. Die Kassen würdensich sehr wohl, so Averesch-Tietz, an die Regelungen halten, die zwischen den Kostenträgern und dem Zweckverband der Krankenhäuser getroffen worden seien.

Die vdek-Sprecherin reagierte auf Kritik der Krankenhäuser, auch aus dem Rhein-Kreis Neuss, an der Förderpraxis im Rahmen des Hygieneförderprogramms. Knapp 70 Millionen Euro zusätzliche Gelder haben die Kassen nach eigenen Angaben für die Jahre 2013 bis 2017 an die Kliniken ausgezahlt. Davon seien aber, so unter anderem ein Sprecher des städtischen Lukaskrankenhauses in Neuss, nur 0,1 Prozent des Gesamtbudgets vor Ort angekommen. Christina Jacke, Sprecherin der Neusser St.-Augustinus-Gruppe, schließt sich der Kritik an: „Die Krankenkassen im Rheinland stellen im Gegensatz zu den Krankenkassen anderer Regionen in Frage, ob die Krankenhäuser in NRW überhaupt einen Anspruch auf Förderung haben.“ Jacke kommt zu dem Schluss: „Daher zahlen sie auch nur schleppend.“

Im Rheinland werde, so Sigrid Averesch-Tietz vom vdek, eine Pauschale in Höhe von 0,1 Prozent gezahlt. Wenn ein Krankenhaus weitere Mittel benötige, könne es seinen Anspruch in den Budgetverhandlungen gelten machen und begründen: „Die Krankenhäuser kennen das Verfahren.“

(lue-)