1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Rhein-Kreis Neuss: Band "Räuber" startet mit neuen Songs in den Karneval

Kult-Band mit Wurzeln im Rhein-Kreis Neuss : Räuber starten mit neuen Songs in die Session

Die Kult-Band veröffentlicht ein neues Mini-Album. Darauf gibt’s vier neue Lieder, unter anderem eine kölsche Version des Münchner-Freiheit-Hits „Ohne dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein)“. Zwei neue Songs gibt’s schon zum Download.

In ein paar Tagen geht der Marathon wieder los. Ab dem Elften im Elften stürmt die Kult-Band „Räuber“, die zu den Top-Acts im Kölner Karneval gehört und ihre Wurzeln im Rhein-Kreis Neuss hat, wieder die Karnevalsbühnen. Fans der traditionell in roten Hosen auf die Bühne tretenden Musiker haben sich aber auch schon den 3. Januar im Kalender angestrichen. Dann erscheint ein neues Mini-Album der „Räuber“. Vier neue Songs plus ein Remix sind darauf: „Alles Usser Normal“, „Kumm Loss Jonn“ (davon gibt’s auch einen Remix), „Ohne dich (schlof ich hück Naach nit en)“ und „Ming Janzes Levve Lang“.

Natürlich lässt dabei auch die Münchner Freiheit grüßen. Denn natürlich ist „Ohne dich (schlof ich hück Naach nit en)“ eine kölsche Version des Kult-Hits, der 1985 erschienen ist und sich als Ohrwurm sozusagen ins popkulturelle Gedächtnis nicht nur all jener eingebrannt hat, die in den 1980er Jahren aufgewachsen sind. „Wir sind froh, dass wir die Rechte bekommen haben und das Lied in unserer Version aufnehmen konnten“, sagt „Räuber“-Manager Michael Brand.

Nun gibt es also die kölsche Version der „Räuber“, und man darf annehmen, dass das auf mancher Karnevalsfete so gut ankommen wird wie früher der Klammerblues auf einer Teenagerfeier im Partykeller bei Freunden. Und vielleicht ist es für manch einen sogar der perfekte Soundtrack, wenn gebützt werden darf.

Zu den neuen Songs der „Räuber“ wird es auch zwei neue Musikvideos geben. Das Material zu „Kumm Loss Jonn“ und „Ohne dich (schlof ich hück Naach nit en)“ ist aktuell in der Produktion. Fans, die das Warten auf das Erscheinen der neuen EP überbrücken möchten, können dies online: „„Kumm Loss Jonn“ und „Ohne dich (schlof ich hück Naach nit en)“ gibt es in den bekannten Download- und Streaming-Portalen bereits zum Anhören.

Die vier Songs auf der EP sind nicht die einzigen neuen Lieder im Repertoire der Band. Es sind wesentlich mehr Stücke fertig, sie sollen auf das Album kommen, das die Band für 2021 zu ihrem 30-jährigen Bestehen plant. Aber erst einmal steht die neue Session an. Für Sänger Sven West aus Grevenbroich, Keyboarder und Gründungsmitglied Kurt Feller, Bassist Jürgen „Geppie“ Gebhart, Gitarrist Andreas „Schrader“ Dorn und Schlagzeuger Wolfgang Bachem bedeutet das: Spielen, spielen, spielen.

Allein zwischen Januar und Aschermittwoch stehen mehr als 200 Auftritte für die Band an. Auch am Elften im Elften sind die Musiker natürlich im Tourbus unterwegs. Sie stehen allein in Köln gleich mehrfach auf der Bühne, unter anderem auf dem Heumarkt und im Gürzenich. Zwischendurch geht’s auf die Autobahn und ab nach Koblenz. Auch dort wird schließlich Karneval gefeiert – und die „Räuber“ sind gefragte Künstler zum Auftakt der fünften Jahreszeit.

Nicht nur einige Lieder sind neu, auch das Logo wurde umgestaltet und enthält jetzt ein X. Wer die Band einmal hinter der Bühne erlebt hat, ahnt, wo es herkommt. Bevor es raus vor Publikum geht, versammeln sich die „Räuber“ und rufen „Einer für alle – alle für Kölle“. Das geht auf die Drei Musketiere und ihren Ruf „Einer für alle, alle für einen“ zurück. Dabei kreuzen sie ihre Degen zu einem X. Das haben die „Räuber“ adaptiert – als Zeichen des Zusammenhalts in der Band.