Rhein-Kreis Kliniken vor Fusion mit Neusser "Lukas"

Gesellschafterversammlung hat sich festgelegt: Rhein-Kreis will seine Kliniken mit dem Neusser „Lukas“ fusionieren

Gesellschafterversammlung hat sich auf CDU-Antrag mit Mehrheit festgelegt: Fusion hat oberste Priorität. Auftrag zur Due Diligence-Prüfung geht an KPMG. Auch Holding-Lösung wird untersucht. Rhein-Kreis Kliniken schließen trotz Ergebnisverbesserung (1,8 Millionen Euro) Geschäftsjahr 2017 mit Verlust von vier Millionen Euro ab.

Die kommunalen Krankenhäuser im Kreisgebiet sollen fusionieren. Hinter dieses Ziel stellte sich gestern Abend die Mehrheit im Kreisausschuss als Gesellschafterversammlung der Rhein-Kreis Kliniken: Aus Sicht des Kreises sei „nur die Form der Fusion im Sinne von Verschmelzung“ zielführend. In dem von der CDU/FDP-Koalition und Carsten Thiel (UWG) getragenen Beschluss wird Landrat Petrauschke gebeten, „die Stadt Neuss entsprechend zu informieren und nachdrücklich auf dieses Ergebnis hinzuwirken“. Damit reagieren die Kreispolitiker auf Überlegungen aus Neuss, auch andere Rechtsformen des Zusammenschlusses, wie zum Beispiel eine so genannte Holding-Lösung, seien „ergebnisoffen“  zu prüfen.

Über die Zielsetzung des Prüfauftrags an  den Gutachter war in den vergangenen Wochen zwischen Kreishaus und Neusser Rathaus heftig gerungen worden; reger Schriftverkehr inklusive. Mit dem Beschluss von gestern kann nun wie vorgesehen der Auftrag an KMPG erfolgen. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen wird  eine Bewertung der beteiligten Unternehmen vornehmen, die Potenziale für die nächsten fünf Jahre gewichten und die Vor- und Nachteile der denkbaren gesellschaftsrechtlichen Modelle gegenüberstellen. Noch im Herbst will KPMG die Ergebnisse vorlegen.

  • Rhein-Kreis Neuss : Kreis: Kliniken bis 2019 mit "Lukas" fusionieren

Der Rhein-Kreis betreibt seine beiden Krankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich, die seit Jahren defizität sind, in einer eigenen GmbH. Die schloss das Geschäftsjahr 2017 trotz einer Ergebnisverbesserung von 1,8 Millionen Euro mit einem Verlust von knapp vier Millionen Euro ab. Der Kreisausschuss genehmigte gestern den Jahresabschluss und entlastete die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat.

Um die medizinische Versorgung der Menschen im Rhein-Kreis auch in Zukunft zu sichern, wird seit zwei Jahren eine Fusion mit dem städtischen Lukaskrankenhaus in Neuss vorbereitet, das wirtschaftlich gut aufgestellt ist. Die Chefärzte beider Häuser favorisieren die Fusion, die auch von einem Medizingutachten empfohlen wird. Die Fusion soll zum 1. Januar 2019 erfolgen.

(lue-)
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