Rhein-Kreis: FuckUp-Night 2019 im Gare du Neuss ein großer Erfolg

Gründerszene in Neuss : Mehr als 300 Besucher bei FuckUp-Night im Gare du Neuss

Die Veranstaltung im Gare du Neuss hat sich etabliert. Sie belebt die Gründerszene im Rhein-Kreis. Die Planungen für die vierte Auflage laufen bereits.

Hildegard Fuhrmann ist immer auf der Suche nach neuen Formaten, die die Startup-Szene in Neuss und Umgebung beleben. Die Gründungsberaterin beim Startercenter NRW im Rhein-Kreis Neuss hat daher auch die FuckUp-Night initiiert, die jetzt zum dritten Mal ins Gare du Neuss lockte und ein voller Erfolg war. Mehr als 300 Besucher kamen, um den Erlebnissen der drei Redner Uwe Rotermund, Elle Nerdinger und Taylan Dermirkol zu lauschen. Das Trio berichtete von einem persönlichen FuckUp – also einem Scheitern – und was sie daraus gelernt haben. Denn genau das macht Gründergeist ja auch aus: Mut haben, Dinge auszuprobieren, auch auf die Gefahr hin, dass sie schiefgehen. Und dann daraus gestärkt hervorgehen, um es beim nächsten Mal besser zu machen. „Das Schlimme am Scheitern ist, wenn jemand nicht mehr aufsteht“, sagt Hildegard Fuhrmann. Die Praxisbeispiele machen Mut – und sie zeigen, dass ein „FuckUp“ auch der Start für etwas Neues sein kann.

Dieses Signal kommt an. Nach den ersten drei Auflagen laufen die Planungen für die nächste FuckUp-Night, die 2020 wieder im Gare du Neuss stattfinden soll, bereits. Die Besucher kommen nicht nur aus dem Rhein-Kreis, sondern im Grunde aus ganz Nordrhein-Westfalen. „Es geht ja nicht nur darum, etwas aus den Erfahrungen anderer zu lernen“, sagt Hildegard Fuhrmann. „Es geht auch ums Netzwerken, für Gründer ist das immens wichtig.“

Bei der FuckUp-Night im Gare du Neuss (v.l.): Redner Uwe Rotermund, Wirtschaftsförderer Robert Abts, Rednerin Elle Nerdinger, Gründungsberaterin Hildegard Fuhrmann und Redner Taylan Dermirkol. Foto: Rhein-Kreis Neuss

Der Gründungsberaterin liegt daran, dass nicht nur hochtechnisierte Startups in den Blick genommen werden. Klar, jeder wolle das neue Google, Amazon oder Instagram aus der Taufe heben, aber der Begriff Gründer greife eben auch viel weiter. Kreative Köpfe, die sich mit einer neuen, innovativen Geschäftsidee daran machen, einen Markt zu erschließen, gehören ebenso dazu wie Unternehmer, die sich in eher klassischen Berufen selbstständig machen. Was jedoch für alle gelte: Eine Unternehmensgründung muss gut vorbereitet werden. „Daher empfehle ich jedem eine Gründungsberatung“, sagt Fuhrmann.

Das Startercenter NRW im Rhein-Kreis Neuss bietet mit weiteren Partnern ein Seminar- und Workshop-Angebot für Gründungsinteressierte sowie junge und bereits etablierte Unternehmen an. Neben den Basis-Lehrgängen über Existenzgründung, Businessplan, Buchführung und Marketing gibt es Angebote rund um das unternehmerische Know-how. Außerdem finden regelmäßig Unternehmensbesuche und Netzwerkabende statt.