Revoluzzer und Pionier: Marcus Jogerst-Ratzka spricht in Neuss

30. Neusser Pflegetreff : „Pflegerevoluzzer“ spricht in Erfttal

Marcus Jogerst-Ratzka diskutiert Mittwoch beim Pflegetreff von Werner Schell mit.

Wenn der Südwestrundfunk (SWR) über Marcus Jogerst-Ratzka berichtet, dann meist mit dem Beinamen „Pflegerevoluzzer“. Für Zeit online ist er schlicht der Mann, der „gute Pflege möglich“ macht. Einer der gefragtesten Streiter für bessere Rahmenbedingungen in der Pflege macht Mittwoch (17.) in Erfttal Station. Der gelernte Krankenpfleger und Pflegeunternehmer aus Baden-Württemberg folgt einer Einladung von Werner Schell. Der richtet als Gastgeber seinen 30. öffentlichen Pflegetreff aus; Eintritt frei. Los geht es im Kontakt Erfttal, Bedburger Straße, um 15 Uhr; bereits eine Stunde zuvor haben Besucher Gelegenheit, sich an Info-Ständen zu orientieren.

Doch Marcus Jogerst-Ratzka ist nicht der einzige Prominente, der auf dem Podium Platz nimmt, wenn Werner Schell das Thema „Pflegenotstand“ aufruft. Mit Staatssekretär Andreas Westerfellhaus reist der Bevollmächtigte der Bundesregierung aus Berlin an. Von ihm erwartet Schell, dass er skizziert, welche Maßnahmen zur Pflegereform auf Bundesebene vorbereitet werden. Das Podium komplettieren Tanja Segmüller (Professorin für Alterswissenschaften) und Stefan Sell (Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften). Der Rhein-Kreis wird vertreten durch Karsten Mankowsky, Dezernent für Umwelt und Gesundheit.

Zum Expertenteam vor Ort zählt auch Heinz Sahnen. Der ehemalige Landtagsabgeordnete ist wie Schell in Erfttal zu Hause und begleitet die Pflegetreff-Reihe seit vielen Jahren als Schirmherr. Sahnens Nachfolger im Landtag, der Abgeordnete Jörg Geerlings, spricht ein Grußwort. Auch er ist als Aufsichtsrat des Seniorenheims St. Hubertusstift in Reuschenberg vom (Pflege-)Fach.

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Seit Jahren setzt sich Werner Schell vehement mit seinem Verein „Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk“ für bessere Rahmenbedingungen in der Pflege ein. Bei aller Kritik am System bleibt Schell doch ein Kämpfer, der gerade bei jungen Menschen für den Einstieg in den Pflegeberuf wirbt. Seine Forderung: „Pflegenotstand auflösen und Unterstützung der ambulanten Versorgung durch Quartiershilfen gestalten“.

(lue-)
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