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Neuss: Rettungsdienstmitarbeiter machen pietätlose Fotos von Kranken

Neuss : Rettungsdienstmitarbeiter machen pietätlose Fotos von Kranken

Hilflose Kranke, denen ein Grablicht in die Hand gedrückt wurde oder denen ein vermeintlicher Priester eine nachgestellte Krankensalbung gibt – diese Fotos machten im Internet die Runde und schockieren Vorstand und Mitarbeiter der Johanniter-Unfallhilfe in Neuss.

Hilflose Kranke, denen ein Grablicht in die Hand gedrückt wurde oder denen ein vermeintlicher Priester eine nachgestellte Krankensalbung gibt — diese Fotos machten im Internet die Runde und schockieren Vorstand und Mitarbeiter der Johanniter-Unfallhilfe in Neuss.

Denn es waren drei ehemalige — erfahrene — Kollegen aus dem Rettungsdienst, die diese pietätlosen Bilder von ihnen anvertrauten Patienten gemacht hatten. "Wir sind zutiefst betroffen und haben ihnen Ende Januar gekündigt", berichtet Joachim Kürsten, Regionalvorstand für den Verband Niederrhein.

Die Fotos wurden im vergangenen Jahr aufgenommen und über soziale Netzwerke verbreitet. So erfuhr auch die Johanniter-Geschäftsführung davon. Sie hat neben den Kündigungen zudem Strafanzeige gegen die drei Männer unter anderem wegen Beleidigung erstattet. "Damit haben wir alles gemacht, was wir tun konnten", sagt Kürsten.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben seit einer Woche. Auch dort zeigt man sich betroffen von den Fotos.

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