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Neuss: Rekord: 700 Hubertusschützen marschieren

Neuss : Rekord: 700 Hubertusschützen marschieren

Wenn Volker Albrecht (43) am 28. August zum zweiten Male zur Parade als Hubertusmajor d'r Maat erop kommt, dann wird er ein Korps in Rekordstärke anführen: Erstmals ist die 1899 gegründete Gesellschaft über 700 Mann stark.

"Junge Schützen bringen neue Ideen und frischen Wind mit", sagt Albrecht, der sich freut, "dass nach 20 Jahren der Stabilität" die Hubertusschützen nun offenbar an Attraktivität gewonnen haben und zulegen.

Gleich drei neue Züge haben sich angemeldet: "Rheinkaliber" mit Oberleutnant Nikolaus Straaten, "Nüsser Keiler" (Jan Krause) und "Immer jood drop" (Heinz Coenen). Nach 643 Aktiven im Vorjahr erwartet der Major nun rund 720 Hubertusschützen, "weil unsere Züge auch in sich wachsen". Um den Neuen das Einleben zu erleichtern, hat die Korpsführung um Major Albrecht, Adjutant Andreas Lehmann und Hauptmann Peter Schiefer das System der "Patenzüge" wieder eingeführt.

Das funktioniert so: Ein erfahrener Zug begleitet die Debütanten durch die Vorbereitung und während der Schützenfesttage. In diesem Jahr haben "Böllerdötz" und "Junge Elche" die Patenschaften übernommen. Volker Albrecht: "Wir wollen eine Gemeinschaft bleiben, in der sich die Schützen noch kennen." Gemeinsinn sei ein gesellschaftlicher Auftrag, dem sich die Hubertusschützen stellen: "Wir sind eine Bruderschaft und kein Kirmeskorps."

Nicht zufrieden ist der Major mit dem Ergebnis beim Fackelbau. Mit den Zügen "Germanen", "Kameraden" und "Wildfüchskes" sowie dem Bundestambourkorps St. Hubertus bietet das Korps gerade einmal vier Großfackeln auf. Bleibt die Hoffnung, dass von der neuen Fackelbau-Halle an der Zufuhrstraße auch neue Impulse ausgehen.

Dort, henger de Bahn, bauen die Hubertusschützen gemeinsam mit der Schützenlust und der Gilde. Gemeinsam feiern die drei Korps auch ihr Fackelrichtfest. Das steigt am Dienstag, 23. August, um 17.30 Uhr. Ausrichter ist in diesem Jahr die "Lust", im Vorjahr machte "Hubertus" den Anfang. "Das war eine Super-Veranstaltung", erinnert sich Albrecht, "mit der funktionstüchtigen Halle und dem Gemeinschaftserlebnis müsste der Fackelbau-Funke auch stärker auf die Hubertuszüge überspringen." Die Korpsführung werde jedenfalls den Fackelbau fördern und unterstützen.

Seinen Majorsehrenabend feiert Volker Albrecht im Spee-Kolleg an der Paracelsusstraße. Termin: Mittwoch, 24. August; Beginn 19.30 Uhr.

(NGZ)