Reinigung der Neusser Innenstadt ist abgeschlossen

Sauberkeit in Neuss : Die City glänzt wieder

Die groß angelegte Reinigung der Innenstadt ist früher abgeschlossen als gedacht. Bei einer Ausstellung können sich Citybesucher noch einmal daran erinnern, wie ungemütlich die Hauptstraße vor zehn Jahren aussah.

Eigentlich war die Deadline auf Ende April datiert worden. Doch daraus wurde nichts – denn das Team von der niederländischen Reinigungsfirma „Jadon“ mit Sitz in Elst hat – im wahrsten Sinne des Wortes – mit Hochdruck gearbeitet und ist mit der groß angelegten Reinigungsaktion des Hauptstraßenzuges von Zollstraße bis Theodor-Heuss-Platz rund zwei Wochen früher fertig geworden als geplant.

Als „offiziellen Abschluss“ des Projektes gibt es am Donnerstag noch mal einen Aktionstag der Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss (ZIN). Dabei wird „Putzfrau Wilma“ für Wirbel sorgen. Vier Wochen lang hat sie dann mit Sketchen die Innenstadtbesucher unterhalten, um mit Witz auf die Grundreinigung der Hauptstraße hinzuweisen. Damit die Citybesucher sich noch einmal daran erinnern können, wie ungemütlich der Neusser Hauptstraßenzug vor rund zehn Jahren aussah, wird das „Straßentheater“ von einer Ausstellung begleitet, die 50 Fotos vom damaligen Mammut-Umbau zeigt. Von Landestheater bis Bahnhof war damals alles aufgerissen und erneuert worden.

Ein Mitarbeiter der Spezialfirma Jadon bei den Reinigungsarbeiten, die mittlerweile vollständig abgeschlossen sind. Foto: Simon Janßen

Die Fotos wurden von Citymanager Thomas Werz geschossen. Ihm wurde auch die Aufgabe des „Kommunikators“ während der Reinigungsaktion zuteil. So informierte er die Neusser Händler zwei Tage, bevor das Team von „Jadon“ den jeweiligen Abschnitt reinigte – schließlich galt es, Vorbereitungen zu treffen und Bänke, Waren sowie Fahnen ins Innere zu holen. „Das habe ich bei allen 250 Adressen in diesem Abschnitt gemacht“, sagt Werz. Zudem musste in jedem Einzelfall geprüft werden, ob der Wasserdampf unter der Glastür hindurch ins Innere des Geschäfts eindringen kann – war das der Fall, musste mit einem speziellen Handstrahl gearbeitet werden – und zwar vom Geschäft weg nach außen.

Ansonsten wurde bei den Arbeiten eine sechs Meter lange und 1,35 Meter breite Maschine eingesetzt, die eine Lautstärke von 90 Dezibel erzeugt. Gereinigt wurde in Etappen, die – so die ursprüngliche Planung – pro Tag einen Straßenabschnitt von bis zu 100 Metern umfassen sollte. Durch den Hochdruck und 145 Grad heißes Wasser lösten sich auch die hartnäckigsten Schmutzpartikel – ganz ohne Chemie, wie Firmenchef Bram van Laar am Starttag versicherte. 50.000 Euro soll die Maßnahme kosten.

Finanziert wird sie aus Mitteln des Innenstadtförderungsprogramms. Mit dem Ergebnis sind die Verantwortlichen durchaus zufrieden. „Die Abnahme verlief positiv – es blieb sogar noch Zeit, die Fläche an den Büchel-Arkaden zu reinigen. „Auf dem schwarzen Stein fielen die weißen Kaugummis besonders auf“, sagt Werz, der eindringlich an die Bürger appelliert, ihre Kaugummis in Zukunft nicht mehr auf dem Boden zu entsorgen, damit Neuss noch lange etwas von der aufwendigen Reinigung hat.

2009: Der Hauptstraßenzug wird umgebaut. Foto: Thomas Werz

Bram van Laar erklärte am Dienstag auf Nachfrage unserer Redaktion den Grund für die Turbo-Reinigung: „Aufgrund einer Terminverschiebung konnten wir mit mehr Personal und zusätzlichen Maschinen in Neuss arbeiten“, sagt der Firmenchef aus den Niederlanden. Zu seinen größten Kunden zählen unter anderem die Städte Hamburg, Stuttgart und Köln – ab sofort steht auch die Quirinus-Stadt in seinem Portfolio.

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