Neuss: Reformationskirche feiert 50-Jähriges

Neuss : Reformationskirche feiert 50-Jähriges

Die Reformationskirche am Berliner Platz hat ihr 50-jähriges Bestehen mit einem großen Festgottesdienst gefeiert. Weitere Veranstaltungen sollen folgen. Im November 1962 war das Gotteshaus in der Nordstadt eingeweiht worden.

Die evangelische Reformationskirche hat einen Grund zu feiern: Das Gotteshaus ist 50 Jahre alt. Zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten war die Kirche am vergangenen Wochenende gut gefüllt. Und das Feiern soll weitergehen_ Am zweiten Adventssonntag, 9. Dezember, ist ein Festkonzert mit dem Chor der Gemeinde, der kantorei der Christuskirche und dem Neusser Kammerorchester geplant.

Die Gestaltung des Jubiläumsgottesdienstes übernahmen Pfarrer Manfred Burdinski und Pfarrerin Anke Krughöfer. Burdinski wählte für seine Predigt jene Bibelstelle aus, die schon Thema des Eröffnungsgottesdienstes am 4. November 1962 war. Und wie vor 50 Jahren wirkte der Posaunenchor Kelzenberg an der musikalischen Gestaltung mit. "Der Gottesdienst kam sehr gut an", erzählt Krughöfer. "Das haben wir nicht zuletzt unseren ehrenamtlichen Helfern zu verdanken."

Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Besucher dazu eingeladen, das Jubiläum noch weiter zu feiern. Das Gemeinde- und Jugendzentrum der Reformationskirche öffnete seine Türen, bei Kaffee und Kuchen konnten sich die Besucher über Vergangenheit und Gegenwart rund um Kirche und Gemeinde austauschen. "Uns ist es natürlich wichtig, die Gemeinschaft in der Gemeinde zu fördern", sagt Krughöfer. "Die Jubiläumsfeier war eine gute Gelegenheit, die Menschen ins Gespräch zu bringen."

1962 wurde die Reformationskirche am Berliner Platz samt Gemeindezentrum, Jugendheim und Kindergarten nach 18-monatiger Bauzeit eingeweiht. 1500 Menschen kamen zu dieser ersten Gottesdienstfeier. Weil die Zahl der Gemeindemitglieder weiter schnell stieg, wurde später ein zweites Gemeindezentrum an der Furtherhofstraße gebaut. Das wurde 23. Januar 1966 mit dem Namen Versöhnungskirche der Gemeinde übergeben. Zusätzlich entstanden an der Neusser Weyhe ein Pfarrhaus mit Gemeindesaal und ein Kindergarten.

Während der Jahre nahmen viele Pfarrer Einfluss auf die Gemeinde. Seit Pfarrer Albertsmeier, der 1967 das fertiggestellte Pfarrhaus Neusser Weyhe bezog, lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde "Heilig Geist". In Kooperation mit den damaligen Priestern wurde ein ökumenisches Projekt unter dem Motto "Aktion Gemeinsam" ins Leben gerufen. Im Zuge dessen wurde ein gemeinsames Gemeindeblatt herausgebracht, dass "Gemeinsam unterwegs" hieß. Die Zusammenarbeit wurde jedoch aus Weisung von Köln beendet.

Der Nachfolger von Albertsmeier, Hartwig Nitz, startetet einen erneuten Versuch, ökumenisch mit der katholischen Gemeinde zusammenzuarbeiten — mit Erfolg. Seit 1999 ist Manfred Burdinski Pfarrer der Gemeinde.

Wie es mit der Kirche weiter geht, ist heute allerdings offen. Das Presbyterium diskutiert angesichts der Entwicklung bei den Kirchensteuereinnahmen die Frage, ob nicht eines der beiden Gemeindezentren geschlossen werden muss.

(NGZ/rl)
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